Natur- und Umweltschutz in Karben:

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Pressemitteilung 31.8.10


Karbener Kelterfest im Jugendkulturzentrum

am 12. September ab 14 Uhr

 Zum 17. Mal laden die Stadt Karben, der BUND und der NABU Karben zu einem fröhlichen und beschwingten Kelterfest ins Jukuz Karben ein.

Schwerpunkt sind natürlich die Äpfel, deren Kelterung und die Produkte, die sich daraus machen lassen. Aber es geht um mehr: um Obstbäume auf Wiesen und in Gärten und um die Tier- und Vogelwelt, die dort zu Hause ist. Darüber hinaus werden alle Fragen des Naturschutzes angesprochen und vieles in Bildern dargestellt. Dazu spielt wieder die Musik auf.

Viele Teilnehmer haben sich angemeldet, so dass es ein interessantes und vielfältiges Fest für Jung und Alt wird. Seit Jahren kommen Jürgen Pfeiffer und Wolfgang Lazar mit ihrer historischen Kelterpresse, so dass Kinder selber Saft machen können.

Apfelwein und höherprozentige Getränke gibt es zum Probieren. Der BUND stellt wieder einen Korb voller Äpfel auf, dessen Inhalt geschätzt werden soll. Knifflig ist die Frage deswegen, weil alle Äpfel aus den heimischen Streuobstwiesen stammen und deshalb unterschiedlich groß sind. Die Gewinner dieser Aktion erhalten Gutscheine für Erzeugnisse aus ökologischer Landwirtschaft. Speziell für Kinder wird eine Schminkecke eingerichtet. Für das leibliche Wohl werden Bratwürstchen und Brötchen vom BIOLANDhof Mager angeboten. Wer sich als Karbener Hobbykelterer an der im Dezember stattfindenden Apfelweinprämierung beteiligen möchte, kann sich jetzt beim Kelterfest über die Teilnahmebedingungen informieren und auch schon anmelden. Kostenlose Beratung in allen Fragen des naturnahen Gartens, des Teichbaus, des Energiesparens oder anderer Themen ist am BUND-Infostand zu erhalten.
Die Gemeinschaftsobstanlage Karben Karben stellt ca. 20 Kernobstsorten mit Erläuterungen vor, die auf der eigenen Anlage erzeugt wurden. Einige mittelfrühe Apfel- und Birnensorten werden zum Verkauf angeboten. Ebenso wie Saft aus diesen Früchten. Die Damen des Vollwertkost-Stammtisches laden wieder ein zu leckeren Speisen mit Salaten und Kuchen, die fast alle Bio-Qualität haben. Die Erlöse sollen wieder gemeinnützigen Vereinen gespendet werden. Die Agenda-Gruppe „Natur und Landschaft“ zeigt die Bilder von 30 Karbener Gärten, die sich am Wettbewerb „Karben schmückt sich“ beteiligen. Interessant ist auch die Ausstellung der von Schülern gemalten Bilder zum Thema „Wir und die Natur“.
Ein Imker informiert über die Arbeit der Bienen und zeigt, wie man Wachskerzen herstellen kann. Außerdem bietet der Eine-Welt-Laden wieder seine vielfältigen Fair-Produkte vom Bienenhonig über grünen Tee bis zur leckeren Schokolade an. - Neu ist eine Pflanzentauschbörse, die die Karbener Nachbarschaftshilfe „Herz und Hand“ einrichtet und auf viele Tauschpartner hofft. Der Rapps Naturgarten ist während des Kelterfestes bis 17 Uhr geöffnet.
Schließlich ist auch der NABU Karben aktiv am Kelterfest beteiligt. Seine Mitglieder zeigen, wie man der Vogelwelt, den Insekten und Fledermäusen mit selbst gebauten Nisthilfen helfen kann, die auch auf dem Kelterfest zusammengebaut werden können. Infos zum Fledermauskataster, Streuobstwiesenbörse sowie Fühlkästen und Mikroskopuntersuchungen von Teichwasser ergänzen das Programm.
 

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Pressemeldung am 19.6.10

Weil er seine Jungen schützen will:

Bussard greift Jogger an der Nidda bei Okarben an

An der Nidda in Okarben greift ein Mäusebussard Passanten an. Mindestens vier Angriffe gab es schon...
Bericht der >>>hier


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Pressenotiz am 15.06.10

Spaziergang durch den Rapps Natur-Erlebnisgarten

Auf Einladung des NABU Karben trafen sich etliche Besucher
zum Spaziergang durch den Rapps Natur-Erlebnisgarten.

Foto: Herbert Schuch

Libellen, die überall über dem Wasser und den Gräsern herumschwirrten, und das laute Quaken eines Teichfrosches begrüßten die Gruppe.

Foto: Helmut Hoppe

Frauke Hansen und Birgit Petri erklärten die Namen von zahlreichen Wildpflanzen, die auf der Streuobstwiese oder in verschiedenen Abteilungen des Gartens blühten. Es ist unglaublich, welche Pflanzenvielfalt in dem Garten auf engstem Raum zusammen lebt: Von den verschiedensten Storchschnabelgewächsen und Nelkenarten über Thymian, Giersch, Brennnessel, Ackerwinde, Diptam bis zum Knäulgras. Frau Petri demonstrierte, wie man sich mit den Blättern des Spitzwegerichs bei Insektenstichen Linderung verschaffen kann.

Für die Besucher war auch das „Insektenhotel“ interessant, das man in der einen oder anderen Form am eigenen Haus oder im Garten nachbauen kann, um Solitärbienen und Wespen mit einem passenden Unterschlupf zu helfen. Schließlich führte der Spaziergang durch ein kleines, geheimnisvolles Gebüsch, dass kaum das Sonnenlicht durch ließ. Da hörte man den Zilp Zalp, den Buchfink, die Mönchsgrasmücke und die Amsel und ab und zu ließ sich sogar eine Nachtigall hören, wie Hellmut Heerde erläuterte. Insgesamt erhielten die Besucher interessante Einblicke in unsere Tier- und Pflanzenwelt sowie Anregungen für die Gestaltung des eigenen Gartens.

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Pressenotiz am 29.04.10

Fahrt zum „Nationalpark Neusiedler See“

Eine Woche lang haben die NABU-Aktiven den Neusiedler See in Österreich an der Grenze zu Ungarn erforscht und viele Tierarten gesehen, besonders natürlich viele Vogelarten, die im Schilf oder auf dem Wasser leben.

Hier steht die NABU-Gruppe auf einem der Beobachtungstürme, von denen man weit in den See und ins Land sehen kann.

Der große See mit riesigen Schilfbeständen ist sehr flach und trocknet im Sommer regelmäßig in größeren Teilen aus. Auf diesen Flächen, die nur noch knapp mit Wasser bedeckt sind, finden sich große Scharen von Graugänsen mit ihren Jungen ein, die hier ein überreichliches Nahrungsangebot an Gras und Wasserpflanzen und Kleinlebewesen finden. Die Tiere sind relativ wenig scheu, so dass sie gut beobachtet werden konnten. Das galt auch für den schönen schwarz-weißen Säbelschnäbler, für Stelzenläufer, Purpurreiher, Löffler und für die zahlreichen Kampfläufer. Die Kampfläufer waren leider noch nicht in ihrem prächtigem Brutkleid zu bewundern, dazu war es noch zu früh.

Aus dem Schilf heraus ließ sich die seltene Rohrdommel mit ihrem dumpfen Ruf vernehmen, sie blieb aber für die NABU-Leute unsichtbar. Anders war es mit den Drossel-, Teich-, Schilf- und Tamariskenrohrsängern, die sich immer wieder zeigten, um gleich wieder ins Schilf hinabzutauchen. Das Schilf ist nicht nur Unterschlupf und Lebensraum für viele Vogelarten sondern ist auch ein Wirtschaftsgut. An manchen Stellen am Ufer standen gebundene Schilfgarben, die im Winter, wenn der See zufriert, geschnitten werden. Diese Garben wurden jetzt gebündelt und auf Lastwagen nach Holland verfrachtet, wo es noch viele mit Reit gedeckte Häuser gibt.

Den Höhepunkt der Reise bildete die Beobachtung von balzenden Großtrappen, die in Europa fast ausgestorben sind. Die Männchen sind mit 18 kg die schwersten fliegenden Vögel Europas. Sie balzen vor den Weibchen und auch vor anderen konkurrierenden Männchen mit einer verblüffenden Verwandlungsnummer: sie scheinen sich um sich und in sich zu verdrehen, um schließlich die Form einer großen weißen Federkugel anzunehmen. Die Beobachter konnten dieses Schauspiel mehrfach bewundern, wenn auch aus größerer Entfernung, weil die Tiere sehr scheu sind.

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Pressenotiz am 15.04.10

NABU-Karben beteiligt sich an dem
"Tag der Brücke" der Kurt-Schumacher-Schule

Über 200 blaue und gelbe Luftballons flogen gestern auf der Suche nach Freunden in den sonnigen Frühlingshimmel. Begleitet wurde ihr Aufstieg und Flug von den Tönen der inoffiziellen Europahymne »Freude schöner Götterfunken«, gespielt vom Schülerorchester »Aeroflott« unter der Leitung von Nicola Piesch. Mit der symbolischen Luftballon-Aktion endete das Programm auf dem alten Schulhof der Kurt-Schumacher-Schule (KSS).
Die "Wetterauer Zeitung" berichtete am 15.4.10: >hier anklicken

Am NABU-Karben-Stand informierten sich die Schülerinnen und Schüler u.a. über Fledermäuse und die "Handy-Sammlung für die Untere Havel"...

Mit dem BAT-Detektor werden Utraschalllaute für Menschen hörbar...



Die "großen Renner " waren die beiden Fledermaus-Puzzles...


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Pressenotiz am 19.03.10

Verhören des Balzliedes des Steinkauzes

Es ist ein warmer Abend mit leicht bewölktem Himmel, die Geräusche des Ortes dringen gedämpft zum Rosenhang in Klein Karben hinauf. Dann hört man leise Rufe – ein dunkler Ruf wechselt sich mit einem hellen Ruf ab. Bevor sich überhaupt jemand zum Verhören des Steinkauzes eingefunden hat, fängt ein Kauzpaar an zu rufen, vielleicht um sich auf den Besuch vorzubereiten. Dann gibt es längere Pausen, aber immer wieder klingen die Rufe über Streuobstwiesen, Rosenhang und Friedhof.

Der NABU Karben hatte zu diesem Abend eingeladen, um gemeinsam das Balzlied des kleinen Steinkauzes zu hören und um etwas über seine Lebensweise zu erfahren.
Bei uns war – wie Helmut Anhäuser berichtet - dieser Vogel durch vielerlei Aberglauben belastet und wurde manches Mal verfolgt, während der Steinkauz in Griechenland und anderen Ländern des Mittelmeerraumes als Symbol des Geistes und des Glücks verehrt wurde.

Als Insekten-, Wurm- und Mäusefresser hatte der Steinkauz große Probleme, um über den letzten Winter zu kommen. „Wie die Tiere das geschafft haben, ist für mich ein Rätsel“, meinte Anhäuser. Er zeigt ein Modell des Uhus, der die größte Eule bei uns repräsentiert, und ein Modell des Steinkauzes, um die Größenunterschiede beider Eulen deutlich zu machen. Während Anhäuser redet, kommen die Käuzchen näher und lassen ärgerliche „Kwiu, Kwiu, Kwiu“ ertönen. Einer der Teilnehmer meint beeindruckt : „es ist immer wieder schön und geheimnisvoll, den Steinkauz hier im Dunkeln zu hören“.

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Pressenotiz am 29.02.10

 Kröten- und Froschwanderung
 sowie die Wanderung der Molche hat begonnen


Nun haben die frühlingshaften Temperaturen endlich begonnen. Obwohl noch auf vielen Gewässern Eis vorhanden ist, sind Kröten, Frösche und Molche aus ihrem Winterschlaf erwacht und haben vereinzelt ihre Wanderung zu den Laichgewässern aufgenommen. In den nächsten Tagen wird sich diese Wanderung deutlich verstärken, wenn die Temperaturen stimmen und es feucht bleibt.

Im Rahmen dieser Wanderungen müssen Kröten und Frösche einige 100, mitunter sogar über 1000 Meter zurücklegen, um ihre Gewässer zu erreichen. Dabei überqueren sie auch Wege und Straßen, auf denen viele Tiere durch Fahrzeuge zu Tode kommen.

Die Wanderung beginnt meistens in der Abenddämmerung und hält die Nacht über an. Aber selbst am Tage kann man immer wieder Kröten und Frösche über Wege und Straßen hüpfen sehen. Während dieser Zeit sollte jeder Rücksicht auf die wandernden Tiere nehmen.

Erdkröte

Der NABU Karben bittet die Stadt Karben, am sogenannten "Klötzelteich" in Petterweil einen Weg zu sperren, der von dort zum Pfadfinderlager im Lilienwald führt. Die Sperrung soll für den gesamten Verkehr gelten und sich über eine gewisse Zeit erstrecken. Denn in diesen Tagen, vielleicht auch noch für Wochen, was vom Verlauf der Witterung abhängig ist, werden hier mehrere tausend Tiere zu den Teichen wandern. Der NABU Karben bittet alle Einwohner, diese Sperre zu beachten, um die Kröten und Grasfrösche wohlbehalten diesen Weg überqueren zu lassen.

Im übrigen wird es während dieser Zeit bis etwa Ende März auch an anderen Stellen in der Gemarkung von Karben zu solchen Wanderungen kommen, z.B. über den Fahrrad- und Fußgängerweg zwischen Rendel und Klein Karben, sowie über den Betonweg durch die Rendeler Wiesen in Richtung Scharmühle. Auch hier sollten alle Verkehrsteilnehmer auf die Tiere Rücksicht nehmen und die Wege in der Dämmerung oder im Dunkeln meiden, wenn sich dort Kröten oder Frösche bewegen.

In den letzten Jahren haben einige Karbener Bürger in eigener Initiative Frösche und Kröten über verschiedene Fahrwege getragen, um sie so zu retten. Der NABU dankt diesen Bürgern und hofft, dass sie und vielleicht auch weitere Menschen Tiere retten werden, wenn sie sehen, dass sich Tiere in Gefahr befinden.

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Pressenotiz am 30.01.10

 Der Kormoran in der Wetterau

 Vor vollem Haus berichtete Udo Seum am 28. Januar 2010 in einem spannenden Vortrag über seine Erfahrungen mit dem Kormoran.

Dieser Wasservogel ist seit dem 16. Jahrhundert in Deutschland zu Hause. Er hat sich über die Ost- und Nordseeküsten Küsten und dann über die Flüsse, insbesondere über den Rhein in Deutschland ausgebreitet. Der Kormoran brütet in Kolonien, die bedeutendste liegt in Hessen am Kühkopf.

Da der Kormoran fast ausschließlich von Fischen lebt, wurde er von den Menschen so intensiv verfolgt, dass er bei uns fast ausgestorben war. Durch seine Unterschutzstellung in den 70er Jahren haben sich die Bestände nachhaltig erholt, so dass er seit Jahren auch in der Wetterau wieder vorkommt. Da mit dem Wiedererstarken des Kormoranbestände mit Schwierigkeiten seitens der Teichwirte und der Sportangler zu rechnen war, wurde unter dem Vorsitz von Seum für den Wetteraukreis vor ca. drei Jahren eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit allen Fragen rund um den Kormoran beschäftigt. In dieser Arbeitsgruppe sind Vertreter der Naturschutzverbände, der Sportangler, der Naturschutzbehörde und der Vogelschutzwarte vertreten. Gemeinsam werden von dieser Arbeitsgruppe bei auftretenden Schwierigkeiten Lösungen erarbeitet, die dem Naturschutz und den Belangen der Sportfischerei Rechnung tragen.

Seum berichtete von den
überraschenden Ergebnissen der Bestandserhebungen, die zeigen, dass der Kormoran nach seiner raschen Zunahme in Hessen seit 2004 um 50% zurückgegangen ist. Allein von 2008 auf 2009 haben die Bestände in Hessen um 30% abgenommen. Seum hat festgestellt, dass man kaum Jungvögel zu sehen bekommt. Die Ursachen für diese Entwicklung sind noch nicht geklärt. Seum lud seine Zuhörer ein, sich Mitte März an den Bestandserhebungen zu beteiligen. Generell würden auch die Sportfischer bei den Zählungen mitmachen, um die Akzeptanz der Ergebnisse sicher zu stellen.


Immer wieder betonte Seum, dass das Abschießen, manchmal sogar in die Nester hinein, völlig abzulehnen sei. Laut Seum ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Flüsse wieder naturnah ausgebaut werden, so dass die Fische genügend geschützte Stellen in unseren Flussläufen unter Uferüberhängen oder Todholz sowie im flachen Wasser finden, wo sie vor dem Kormoran relativ sich sind. Als vorbildlich nannte er die Renaturierungsmaßnahmen an verschiedenen Stellen der Nidda. Teichanlagen mit ihrem Überangebot an Fischen könnten z.B. durch eine weitmaschige Überspannung der Wasserfläche mit Schnüren geschützt werden, weil der Kormoran zum Starten in die Luft einen „Anlauf“ von ca. 10 m braucht und deshalb solche überspannten Wasserflächen meidet. Solche Schutzmaßnahmen werden sogar mit öffentlichen Mitteln gefördert.

 Dem Vortrag schloß sich eine rege Diskussion an.



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Pressenotiz am 21.01.10

Vom Urknall bis zur Entstehung der Erde


Der Naturschutzbund, Ortsgruppe Karben, hat sein diesjähriges Programm mit einem Vortrag begonnen, dessen Thema weit in die Vergangenheit zurückreicht.
 
Das NABU-Mitglied Hans Hansen
hielt am Donnerstag, dem 14. Januar 2010 ein Referat mit dem Titel „Vom Urknall bis zur Entstehung der Erde“.

Das Weltall ist mit dem so genannten Urknall vor ca. 13,7 Milliarden Jahren entstanden. Die Entstehung der Sonne mit unserem Planetensystem, einschließlich der Erde, liegt etwa 4,6 Milliarden Jahre zurück, so dass der Vortrag eine Zeitspanne von etwa 9 Milliarden Jahren Weltraumentwicklung umfasst.

Dem Referenten kam es vor allem darauf an, auf die wichtigsten Phasen bei der Entstehung des Weltalls und seiner Entwicklung hinzuweisen. So hätte sich z.B. das Weltall nicht entwi-ckeln können, wenn im frühen Universum die Symmetrie zwischen Materie und Antimaterie nicht durch einen winzig kleinen Symmetriebruch gestört worden wäre. So blieb ein Materie-teilchen von 10 Milliarden Materieteilchen übrig, weil es kein Anti-Materieteilchen gefunden hatte, mit dem es zu Energie verstrahlt wäre. Diese wenigen übrig gebliebenen Materieteil-chen bilden heute die so genannte „Leuchtende Materie“, aus der alle Sterne, die Galaxien, die Sonne, die Erde und alles Leben auf der Erde besteht.

Ein weiteres Beispiel ist das Überleben der Neutronen, einem notwendigen Atomkernbestand-teil aller chemischen Elemente außer Wasserstoff. In der Frühphase des Universums war die Ausdehnung des Weltalls so genau eingestellt, dass die Neutronen gerade noch rechtzeitig Deuteriumkerne bilden konnten. Der Deuteriumkern besteht aus einem Proton und einem Neutron, den Kernbausteinen der Atome. Hätte sich in der Frühphase des Universums das Weltall zu langsam ausgedehnt, dann wären die Neutronen zerfallen und höhere chemische Elemente, wie Kohlenstoff, Stickstoff oder Sauerstoff, die für die belebte Natur auf der Erde unbedingt notwendig sind, hätten sich nicht bilden können. Hätte sich in der Frühphase des Universums das Weltall zu schnell ausgedehnt, dann wären Protonen und Neutronen nicht in ausreichender Zahl zusammengestoßen, um Deuteriumkerne zu bilden, und die höheren che-mischen Elemente hätten ebenfalls nicht entstehen können.

Diese beschriebenen Vorgänge spielten sich in einem sehr kurzen Zeitraum ab. Etwa drei Mi-nuten nach dem Urknall waren alle Urkräfte und alle Materieteilchen der „Leuchtenden Mate-rie“ entstanden. Es waren bis zu diesem Zeitpunkt aber nur die Atomkerne von Wasserstoff und Helium (neben winzigen Mengen an Lithiumkernen) entstanden. Später fingen diese Atomkerne Elektronen ein und bildeten Wasserstoff-, Helium- und winzige Mengen Lithium-Atome. Die höheren chemischen Elemente von Beryllium bis Uran waren noch nicht im frü-hen Universum vorhanden. Diese höheren chemischen Elemente wurden in Sternen durch Kernfusionen erbrütet und am Ende des Sternenlebens durch eine gewaltige Explosion, einer Supernova, in das Weltall geschleudert. Aus diesem „Sternenstaub“ bildeten sich wieder neue Sterne, in denen wieder Kernfusionen in Gang kamen, die wieder zu einer Sternexplosion führten. So wurde über mehrere Sterngenerationen der Gehalt an schweren chemischen Ele-menten so weit erhöht, dass schließlich vor etwa 4,6 Milliarden Jahren die Sonne und das Sonnensystem mit dem Gesteinsplaneten Erde entstehen konnte.


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Pressenotiz am 30.11.09

Arbeitseinsatz auf den Streuobstwiesen

Das Jahr geht zu Ende und der NABU hat sich bei seinem letzten Arbeitseinsatz in diesem Jahr mit großem Elan an die Arbeiten auf den Streuobstwiesen gemacht.

Die Wolken versprachen eher Regen als Sonnenschein, aber das hielt Mitglieder und Freunde nicht ab zu kommen. Sie wurden in der Frühe sogar mit einem wunderschönen Regenbogen überrascht.

Einige Obstbäume wurden neu gesetzt, viele ältere Bäume geschnitten und die Stämme von Wildtrieben befreit. Sehr viel Müll musste eingesammelt und sortiert werden. Sogar einen ausrangierten Rasenmäher hatte ein Karbener abgeladen.

Die Helfer reinigten zahlreiche Nistkästen und fällten einige Pappeln und Birken, die sich selber angesät hatten. Es gab für die Mitglieder, die einen Ofen haben, viel Kaminholz zum Mitnehmen, quasi als Belohnung für die schweißtreibenden Arbeiten. Das restliche Schnittgut wurde verbrannt. Eine schöne Überraschung erlebten die NABU-Leute, als ein Naturfreund vorbei kam und ihnen einen selbst gebauten Eulen- und einen Meisenkasten schenkte.
Nach getaner Arbeit gab es ein deftiges zweites Frühstück für alle.

Nun kann der Winter kommen...

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Pressebericht 10.11.09

Überleben von Tieren unter Extrembedingungen


Zu einem Vortrag, hatte Jürgen Becker (links) vom NABU Karben
Professor Dr. Roland Prinzinger (rechts) eingeladen,

der einen spannenden Vortrag über Tiere und Pflanzen hielt, die unter Extrembedingungen leben können.

Dass es solche Extrembedingungen auch in Karben gibt, zeigte er an den vielfältigen Flechtenarten, die überall auf unseren Dächern, auf Mauern oder Bürgersteigen vorkommen. Flechten sind weder Tier noch Pflanze, sondern bilden eine eigene Art. Sie können 50 Jahre ohne Wasser auskommen! Auf unseren Dächern herrschen im Sommer Temperaturen von 70 bis 80° und im Winter solche bis minus 25°. Die Flechten können das überstehen, wie man überall erkennen kann. Mit diesen Flechten leben winzige Tierchen, deren Überleben unter solchen Bedingungen noch erstaunlicher ist: es handelt sich um die Bärtierchen, denen auch die hohe UV-Strahlung der Sonne nichts anhaben kann. Wenn es ganz heftig kommt, kann sich das Bärtierchen zu einer Art Tönnchen verpuppen, das noch größere Temperaturschwankungen aushalten kann.



Von den Extrembiotopen vor der Haustür ging es dann in die Tiefsee, in der kein Licht mehr vorkommt und deshalb keine Pflanzen mehr wachsen können. Es herrscht eine konstante Temperatur von minus1° bis plus 2°. Trotzdem gibt es dort erstaunlich viele Fischarten, die allerdings geringe Siedlungsdichten aufweisen, weil sie im wesentlichen von organischen Stoffen leben, die von der Wasseroberfläche nach unten schweben. Wenn dann ein toter Fisch nach unten sinkt, können die Tiefseefische diesen verschlingen, selbst wenn dieser deutlich größer ist als sie selber. Obwohl es in der Tiefsee kein Tageslicht gibt, haben die Fische meistens Augen, mit denen sie hell und dunkel unterscheiden können. Ein Laternenfisch leuchtet mit einer Art Laterne, die über seinem Maul leuchtet. Hiervon werden andere Fische angelockt, die dann der Laternenfisch mit seinen extrem spitzen Zähnen schnappen kann. Die Tiefsee beginnt ab 400 bis 500m Tiefe. Ab 1000m können dort wegen des hohen Wasserdrucks keine Fische mehr leben, die in ihrem Körper einen Hohlraum wie z.B. die Fischblase haben.


Für das Leuchten oder Blinken in großen Tiefen nutzen die Fische Bakterien, die ihnen helfen, Beutetiere oder auch Geschlechtspartner anzulocken.

Prinzinger beschäftigte sich in seinem Vortrag auch mit den Tiefseevulkanen, den sogen. „Black Smokers“. Hier herrschen Temperaturen von plus 600°. Das Wasser ist mit Schwefel und Stickoxyden angereichert, also eine extrem giftige Umgebung für das normale Leben auf der Erde. Und trotzdem leben hier hunderte von Tierarten, die insbesondere die Wärme nutzen und daraus die eigene Lebensenergie beziehen. Laut Prinzinger dürften hier die Anfänge des Lebens auf der Erde zu suchen sein.

Von der Tiefsee ging es dann zu den polaren Meeren und Landmassen. Am Rande dieser Meere im und unter dem Eis lebt das Plankton, das seinerseits wieder die Lebensgrundlage für den Krill ist: kleine etwa 1 cm große Krebschen, die in unvorstellbaren Massen vorkommen. Es handelt sich um eine Tierart, die zahlenmäßig am stärksten auf der Erde vertreten ist. Der Krill ist die Lebensgrundlage für fast alle anderen polaren Tierarten: von den 17 Pinguinarten, über die Robben und die Eisbären bis zu den Vögeln. Alle diese Tiere haben viel Fett in ihrem Körper gespeichert oder haben ein sehr dichtes Fell und Federkleid, um der Kälte zu trotzen. Robben gebären ihre Jungen in Eishöhlen: ein enormer Temperaturunterschied zwischen der Temperatur des Muttertieres und der Höhlentemperatur, mit dem das Robbenbaby fertig werden muss. Auch der Sturmvogel kann noch bei minus 20° sein Gelege ausbrüten und die Jungen mit ölhaltigen Fischen groß ziehen. Ähnlich geht es dem Goldregenpfeifer, der am Rande der Eiszone sein Bodennest mit Flechten auspolstert und dort erfolgreich brütet.



Das ist umso erstaunlicher, weil die Körpertemperatur bei Vögeln mit 42 bis 45° deutlich höher liegt als beim Menschen.

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Pressenotiz am 18.9.09

Pilzwanderung durch den Herbstwald

„Die Pilze sind nur Früchte der eigentlichen Pilzpflanze, die sich im Boden ausbreitet und als Mycel bezeichnet wird. Das Mycel ist vergleichbar mit dem Apfelbaum, der die Äpfel hervorbringt“.

Mit diesem Vergleich startete der Pilzexperte Wolfgang Schößler seine Einführung in das leben der Pilze, mit der die Pilzwanderung des NABU Karben begann. Bei schönstem Herbstwetter erhielten die Pilzfreunde viele Informationen über die Welt der Pilze und ihre Funktionen in Wald und Flur. Eine der wichtigsten Aufgaben der Pilze ist die Zersetzung der organischen Stoffe in Wald und Flur wie insbesondere Gras, Blätter und Holz und ihre Auflösung in ihre mineralischen Bestandteile, so dass diese dem Naturkreislauf wieder zur Verfügung gestellt werden. Schößler: „Würden die Pilze nicht vorhanden sein, würden wir in organischer Substanz ersticken!“

Viele Pflanzen können ohne Pilze nicht oder nur schlecht leben. Pilze bilden eine Symbiose mit vielen Bäumen, indem sie sich um das Wurzelwerk der Bäume winden. Sie erhalten von diesen Bäumen Säfte und führen ihnen andererseits Mineralstoffe über das Mycel zu. Dadurch vergrößern sie praktisch die Reichweite des Wurzelwerks der Bäume um ein Vielfaches. Viele Pilze können ohne diese Anbindung an bestimmte Baumarten nicht leben. Als Beispiele nannte Schößler Birkenpilz, Lärchenröhrling, Fichtensteinpilz oder den Fliegenpilz, der die Nachbarschaft von Birken oder Fichten braucht.

Trotz der Trockenheit fanden die Wanderer viele Pilze wie Hexenröhrling, Butterpilz, Stockschwämmchen, Korallenpilz, Schwefelköpfchen und verschiedene Boviste sowie die Buckeltramete, kupferroter Lackporling und den Parasolpilz. Besonders interessant war die Suche nach dem Hirschtrüffel, der vom Reh- und Damwild gerne gefressen wird. Mehrere Kratzstellen von Rehen wurden untersucht und dort nachgegraben, um diese Trüffel zu finden, die allerdings für den Menschen ungenießbar sind.

Schößler warnte die Pilzfreunde vor dem Genuss von rohen Pilzen: viele essbare Pilze sind im rohen Zustand für den Menschen giftig. Mehrfach durften die Wanderer rohe Pilze schmecken, um sie zu identifizieren. Selbst sehr giftige Pilze können so „probiert“ werden, wenn man anschließend die Pilzteile wieder ausspuckt. Dabei darf man sich nicht allein durch seinen guten Geschmack oder Geruch dazu verleiten lassen, einen Pilz für essbar zu halten, denn z.B. der giftige Knollenblätterpilz hat einen sehr angenehmen Geruch.


Den Höhepunkt der Wanderung bildete die Entdeckung von zahlreichen Fliegenpilzen, die dicht beieinander standen. Häufig lassen sich in der Nähe von Fliegenpilzen auch Steinpilze finden. Aber an dieser Stelle konnten die Pilzfreunde keine Steinpilze entdecken.

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Pressenotiz am 18.9.09

Kelterfest 2009

Das Kelterfest ist nun schon in Karben zur Tradition geworden. Zum 16. Mal hatten die Stadt, der BUND und der NABU die Veranstaltung organisiert. Von der Kelterpresse, über die Apfelsammlung der Stadt und die leckeren Speisen des Vollwertkost-Stammtisches, über Zwetschenkuchen und Gebratenes des BUND, über viele verschiedene Waren aus der Dritten Welt sowie heimische Imkererzeugnisse und die Agenda-Gruppe Natur und Landschaft mit wunderbaren Kinderbildern und Aufnahmen vom Vorgartenwettbewerb bildeten ein buntes Miteinander. Darüber hinaus konnten sich Kinder fröhliche Masken malen lassen.
 
Am NABU-Stand informierten sich die Besucher u.a. über
Fledermaus-Kästen.
 
Vogelstimmen konnten geraten
und Früchte des Herbstes bestimmt  werden.




Wohnungen für Insekten 
wurden gebohrt und Teichwasser unter unter dem Mikroskop beobachtet.



Bericht der   vom 15.09.09 >hier

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Pressenotiz vom 14.6.09

Fahrt zur Schorfheide und an die Oder

Dieses Mal hatte sich der NABU Karben ein besonderes Ziel ausgesucht: die Schorfheide und das untere Odertal. Es sollte um Natur und um Kultur gehen, an beidem ist dieses Land so reich. Weite Felder werden abgelöst von Wäldern, Seen, Kanälen und Flusslandschaften. Die Landschaft wird einerseits geprägt durch die sandigen Dünen der Endmoränen aus der Eiszeit , die bis zu 150 Meter hoch sein können. Andererseits liegt gleich daneben flaches Land der Oderniederungen. Es ist ein erstaunlicher Gegensatz.
Erster Anlaufpunkt war das Biosphärenreservat Schorfheide mit seinen vielen Baumalleen.

 Im Informationszentrum Blumenberger Mühle bei Angermünde breitet sich die ganze Vielfalt einer von Seen mit Schilf und Röhricht geprägten Landschaft aus. Viele Vögel der offenen Landschaft sowie Wasservögel hielten die NABU-Leute im Bann. Höhepunkte waren mehrere Sprosser und Nachtigallen, die mitunter nicht leicht zu unterscheiden sind sowie zwei Seeadler, die längere Zeit beobachtet werden konnten. Außerdem stießen die Karbener auf Spuren des Biebers, der einen perfekten Damm errichtet hatte. Dann kam der Regen gleich eimerweise. Nachmittags waren alle fast wieder trocken und besuchten die in der Nähe liegende eindrucksvolle Klosterruine Chorin, die sehr gut erhalten ist. In den folgenden Tagen wurde eine Floßfahrt auf einem idyllisch gelegenen Nebenkanal gemacht und das Schiffshebewerk Niederfinow besucht, das die auf dem Oder-Havel-Kanal verkehrenden Binnenschiffe über eine Geländehöhe von 36 Metern hebt.

Besonders schön war eine Fahrt an die Oder, die teilweise mit dem Fahrrad auf den Oderdeichen durchgeführt wurde. Die Oder hat hier als „Unteres Odertal“ Nationalpark-Status. Die Oder bietet mit ihren weitläufigen Wasser- und Schilfflächen sehr vielen Wasservögeln Lebens- und Brutraum. Neben hunderten von Kormoranen und zahlreichen Weißstörchen wurde sogar ein Schwarzstorch aus nächster Nähe beobachtet. Auch hier tauchten zwei Seeadler auf. Auf der polnischen Oderseite, die nicht eingedeicht ist und regelmäßig überschwemmt wird, gab es viele Flussseeschwalben und sogar Trauerseeschwalben zu sehen. Zum Abschluss wurde das Fontanehaus auf deutscher Seite besucht, in dem Theodor Fontanes Vater die letzten Jahre seines Lebens verbracht hat und dort häufig von seinem berühmten Sohn besucht wurde...



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Pressenotiz vom 13.5.09

Vogelstimmenwanderung für Frühaufsteher
mit Hellmut Heerde am (Samstag) 23. Mai 2009

Auch in diesem Jahr fand wieder eine Vogelstimmenwanderung am
frühen Morgen statt, weil die Vogelwelt dann besonders intensiv singt.
 
Treffpunkt war
am 23. Mai 2009 um 7:00 Uhr der Parkplatz am Ludwigsbrunnen, an der Straße zwischen Groß Karben und Burg-Gräfenrode

 

Von dort ging es zu Fuß unter der Leitung von Hellmut Heerde vorbei an dem Naturschutzgebiet Ludwigsquelle in Richtung Einsiedelwäldchen und Nidda, um die Vögel der offenen Landschaft sehen und hören zu können.



Neben Feldlerche, Dorngrasmücke, Feldschwirl, Sumpfrohrsänger und Heckenbraunelle konnten auch Greifvögel beobachtet werden.


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Pressenotiz vom 10.03.09


Schmetterlinge unserer Heimat –
vom hässlichen Entlein zum fliegenden Juwel

Vor wenigen Tagen zauberte Wolfgang Schößler – Schmetterlingsexperte aus Gießen – den Frühling in das Karbener Bürgerzentrum. Auf Einladung des NABU Karben zeigte er anhand wunderbarer Bilder die Farbenpracht und Formenvielfalt von unseren Schmetterlingen. Es war eine Parade der Tag- und Nachtfalter, die bei uns vorkommen. Selbst viele Raupen, die über die Verpuppung zum Schmetterling werden, können überraschende Farben, Zeichnungen und Behaarungen aufweisen.

Besonders interessant war, mit welchen Strategien die verschiedenen Schmetterlinge zu überleben versuchen. Manche Tiere weisen extreme Tarnfarben auf, so dass man sie kaum an Blumen, Blättern oder Baumstämmen entdecken kann. Andere Schmetterlinge haben das Aussehen von Wespen oder gar Hornissen. Sie schrecken ihre Fressfeinde gerade durch ihre krassen Farben ab. Wieder andere Schmetterlinge wie die Zipfelfalter täuschen durch kleine Zipfel an der hinteren Seite ihrer Flügel Fühler vor, so dass der Fressfeind glaubt, hier säße der Kopf und versucht mit seinem Schnabel, diesen zu packen und greift doch ins Leere.

Interessant sind auch die Wanderfalter wie
der Distelfalter,
Admiral oder Taubenschwänzchen, die jedes Jahr aus Südeuropa über die Alpen zu uns fliegen, teilweise mit sehr hohen Geschwindigkeiten. Diese Schmetterlinge bleiben im Sommer hier und erzeugen eine oder zwei Sommergenerationen, die aber nicht zurückziehen können.


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