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Es war kalt am Sonntagmorgen im Januar 2012, als sich einige Mitglieder des „NABU-Karben“ auf Biber-Spurensuche begaben. Die Nidda von Karben aus in Richtung Dortelweil war das Ziel.
Und bald waren auch die ersten Fraßspuren und kleine „gefällte“ Weiden zu sehen.
Weiter flussabwärts hatte sich der Biber bereits mit Erfolg an größere Bäume gewagt.
Auch die stattliche Burg des sich hier sichtlich wohlfühlenden Bibers bzw. der Biberfamilie war gut zu erkennen.
Biber werden erst in der Dämmerung und Nacht aktiv und so ließ er sich trotz des Besuches aus der Nachbargemeinde nicht blicken…
„Biberschutz ist vergleichsweise einfach“, so Mark Harthun, der seit 11 Jahren beim NABU Hessen als Naturschutzreferent arbeitet, bei einem Vortrag in Karben. Als Pflanzenfresser sei der Biber viel weniger anspruchsvoll, als die Fischfresser und deren Ansprüche an die Wasserqualität. So sammeln sich bei Tieren wie dem Otter Gifte in der Nahrungskette an, beim Biber nicht. Auch könne der Biber seinen Lebensraum selbst so umgestalten, wie er ihn braucht. Begradigte oder kanalisierte Bäche schrecken ihn daher nicht ab.
Der Biber hat einen spindelförmigen Körper und eine breiten (platten), mit lederartiger Haut bedeckten (unbehaarten) Schwanz, die „Kelle“. Durch seine Schwimmhäute ist das Tier perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Um bis zu 20 Minuten unter Wasser bleiben zu können, verschließt er beim Tauchen Nase und Ohren.
Mit seiner gewaltigen Körpergröße von einem Meter plus 30 cm Schwanz ist der Biber eine spannende Bereicherung der heimischen
Tierwelt.