Biber in der Nidda

Der Biber am Nidda-Knie hat Großes vor

Der Biber ist wieder tüchtig im Einsatz am Nidda-Knie. Er hat einige kleinere Bäume gefällt

und arbeitet nun an einem starken Baum, dessen Stamm er schon zu Zweidrittel

durchgenagt hat. Meistens gelingt es einem Biber, einen solchen Baum ins Wasser

fallen zu lassen. Dann kann er im Wasser Zweige vom Baum abknabbern, um diese dann schwimmend zu seiner Burg zu transportieren. Dort wird der Biber einen Teil der Zweige

oder deren Rinde fressen. Vielfach verwendet er die Zweige auch zur Abdeckung seiner

Burg. Reinhard Müller vom NABU Karben hat die Spuren des Bibers im Bild jetzt festgehalten.

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Erwischt - mit der Infrarotkamera!

Ein Biberpärchen am Nidda-Knie

 

Am Nidda-Knie hat der Biber seit längerem deutliche Spuren seiner Aktivitäten hinterlassen. Viele Bäume, insbesondere Weiden, wurden angenagt oder gefällt und mancher Ast zur Biberburg transportiert und dort aufgestapelt.

Für den NABU Karben war es bisher nicht völlig klar, ob sich dort nur ein einzelner Biber aufhält oder sogar ein Pärchen. Es kommt häufiger vor, dass Biber längere Zeit Solisten sind, trotz größerer Bauten. Frau Katrin Lind ist es nun gelungen, im Bereich des Nidda-Knies eine Nachtaufnahme von einem Pärchen zu machen, so dass nun die Zweifel beseitigt sind. Vielleicht ist in diesem Jahr sogar mit Nachwuchs zu rechnen...

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Neue Spuren von den "Nidda-Bibern"

 

 

 

Jan/Febr. 2013: Bei einem Rundgang im Jan. bzw. Febr. 2013 fand die Biberbeauftragte des NABU-Karbens, Claudia Böttcher, zwischen Burg-Gräfenrode und Ilbenstadt frische Frassspuren und eine Biberburg.

Aber auch weiter flussabwärts am Niddaknie fand sie Fraßspuren in der Nähe der Biberburg...

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Es war kalt am Sonntagmorgen im Januar 2012,

 

als sich einige Mitglieder des „NABU-Karben“ auf Biber-Spurensuche begaben. Die Nidda von Karben aus in Richtung Dortelweil war das Ziel.

Und bald waren auch die ersten Fraßspuren und kleine „gefällte“ Weiden zu sehen.

Weiter flussabwärts hatte sich der Biber bereits mit Erfolg an größere Bäume gewagt.

 

 

Claudia Böttcher (Biberbeauftragte des NABU-Karben und Reinhard Müller) bestaunen die Arbeit des Nagetiers, das nur jeweils eine Nacht braucht, um Bäume dieses Durchmessers zu fällen.

Auch die stattliche Burg des sich hier sichtlich wohlfühlenden Bibers bzw. der Biberfamilie war gut zu erkennen.

Biber werden erst in der Dämmerung und Nacht aktiv und so ließ er sich trotz des Besuches aus der Nachbargemeinde nicht blicken…

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Nach mehreren hundert Jahren Abwesenheit

ist der Biber in die Wetterau zurückgekehrt.

 

„Biberschutz ist vergleichsweise einfach“, so Mark Harthun, der seit 11 Jahren beim NABU Hessen als Naturschutzreferent arbeitet, bei einem Vortrag in Karben. Als Pflanzenfresser sei der Biber viel weniger anspruchsvoll, als die Fischfresser und deren Ansprüche an die Wasserqualität. So sammeln sich bei Tieren wie dem Otter Gifte in der Nahrungskette an, beim Biber nicht. Auch könne der Biber seinen Lebensraum selbst so umgestalten, wie er ihn braucht. Begradigte oder kanalisierte Bäche schrecken ihn daher nicht ab.

Der Biber hat einen spindelförmigen Körper und eine breiten (platten), mit lederartiger Haut bedeckten (unbehaarten) Schwanz, die „Kelle“. Durch seine Schwimmhäute ist das Tier perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Um bis zu 20 Minuten unter Wasser bleiben zu können, verschließt er beim Tauchen Nase und Ohren. 

 

Mit seiner gewaltigen Körpergröße von einem Meter plus 30 cm Schwanz ist der Biber eine spannende Bereicherung der heimischen Tierwelt.