Biber in der Nidda

Der Biber hatte am Nidda-Knie Großes vor

Der Biber war in den vergangenen Jahren am Nidda-Knie aktiv. Er hat einige kleinere Bäume gefällt und arbeitete an einem starken Baum, dessen Stamm er schon zu Zweidrittel durchgenagt hatte. Meistens gelingt es einem Biber, einen solchen Baum ins Wasser fallen zu lassen. Dann kann er im Wasser Zweige vom Baum abknabbern, um diese dann schwimmend zu seiner Burg zu transportieren. Dort wird der Biber einen Teil der Zweige oder deren Rinde fressen. Vielfach verwendet er die Zweige auch zur Abdeckung seiner Burg. Reinhard Müller vom NABU Karben hatte die Spuren des Bibers im Bild jetzt festgehalten.


Erwischt - mit der Infrarotkamera!

Ein Biberpärchen am Nidda-Knie

 

Am Nidda-Knie hat der Biber seit längerem deutliche Spuren seiner Aktivitäten hinterlassen. Viele Bäume, insbesondere Weiden, wurden angenagt oder gefällt und mancher Ast zur Biberburg transportiert und dort aufgestapelt.

Für den NABU Karben war es bisher nicht völlig klar, ob sich dort nur ein einzelner Biber aufhält oder sogar ein Pärchen. Es kommt häufiger vor, dass Biber längere Zeit Solisten sind, trotz größerer Bauten. Frau Katrin Lind ist es nun gelungen, im Bereich des Nidda-Knies eine Nachtaufnahme von einem Pärchen zu machen, so dass nun die Zweifel beseitigt sind. Vielleicht ist in diesem Jahr sogar mit Nachwuchs zu rechnen...


Biberspuren an der Nidda

Der Biber hat einen spindelförmigen Körper und eine breiten (platten), mit lederartiger Haut bedeckten (unbehaarten) Schwanz, die „Kelle“. Durch seine Schwimmhäute ist das Tier perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Um bis zu 20 Minuten unter Wasser bleiben zu können, verschließt er beim Tauchen Nase und Ohren. 

Mit seiner gewaltigen Körpergröße von einem Meter plus 30 cm Schwanz ist der Biber eine spannende Bereicherung der heimischen Tierwelt.