"Von Falken & Co."

Turmfalken bei der Paarung
Die Paarung der Turmfalken (Foto: Böttcher)

Paarung der Turmfalken

Seit Tagen kann man in Gross-Karben ein Naturschauspiel beobachten: die Paarung der Turmfalken. Das Weibchen wartet geduldig, meist mit Gefiederpflege beschäftigt, auf einem Vorsprung eines Gebäudes, bis - in unregelmäßigen Abständen - das Männchen zur Paarung auf ihr landet. Die Paarung selbst dauert nur kurz, ist aber von starken Lautäußerungen der Tiere begleitet. Bleibt zu hoffen, dass die Vögel auch die Nisthilfe des Gebäudes finden, damit die Brutsaison zum Erfolg führt.

Bruterfolg bei Turmfalken: vier Jungvögel in Rendel

In der Rendeler Kirche wurde ein Nistkasten für Schleiereulen angebracht. In der Brutsaison 2014 wird er von Turmfalken genutzt, die hier sechs Eier ausbrüten. Vier Jungtiere sind geschlüpft, wohlgenährt und auf dem Besten Weg flügge zu werden...

Zwei junge Turmfalken in Rendel (Foto: Prinzinger)
Zwei der vier Jungvögel in Rendel (Foto: Prinzinger)
Dr. Hans Hansen kontrolliert den Nistkasten in der Rendeler Kirche (Foto: Prinzinger)
Nistkastenkontrolle: Dr. Hans Hansen bringt eine neue Sichtklappe an, Turmfalken zeihen hier vier Jungvögel groß (Foto: Prinzinger)
In der Rendeler Kirche ein Turmnfalke sechs Eier aus (Foto: Prinzinger)
Das Gelege des Turmfalken in Rendel (Foto: Prinzinger)

 

 

 

 

 

In der Rendeler Kirche hat ein Turmfalkenpaar den Nistkasten bezogen. Diue Nistkästenbetreuer Hans Hansen und Roland Prinzinger  stellten fest, das Weibchen sitzt auf sechs Eiern!

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Einen spannenden Dia-Vortrag über Falken und andere heimische Greifvögel hielt Helmut Anhäuser am 17. April 2012 im Klubraum 1 des Bürgerzentrums.

Seit Hunderten von Jahren sind Greifvögel eine Faszination für die Menschen. Sie sind ein Status-Symbol wegen ihrer Kraft, Schnelligkeit und Anmut. Kürzlich referierte Herr Helmut Anhäuser, auf Einladung des NABU Karben über diese ergreifenden Tiere im Karbener Bürgerzentrum. Bei diesem Vortrag spezialisierte er sich besonders auf die Falken, zu denen der Wander-, der Merlin-, der Turm- und der Baumfalke gehören. Diese veranschaulichte er mit Präparaten.

 

Herr Anhäuser erklärte, dass der Wanderfalke ein einheimischer Falke ist. „Er schraubt sich hoch und greift im Fluge geschossartig an. Entweder er fängt seine Beute mithilfe seines sogenannten Falkenzahns oder nicht. Dazu kann er bis zu 200 Kilometer schnell werden, wenn er auf Beutejagd ist.“ Herr Anhäuser unterstrich dies mithilfe von Lichtbildern, indem er diese den knapp 30 Zuhörern präsentierte. Allerdings erklärte der Vogelspezialist auch, dass der Bestand der Wanderfalken in den 1970er Jahren aufgrund von Pflanzengiften wie DDT zurückgegangen ist. Die gute Nachricht ist aber, „dass es durch künstliche Besamung gelungen ist, die Tiere nachzuzüchten. Darauf ging Herr Anhäuser genau ein, indem er die Aufzucht von vier Wanderfalken und ein Brutpaar beschrieb. Erfreut erklärte der Greifvogelexperte „ es gab noch nie so viele Wanderfalken wie heute."

Des Weiteren stellte er den Zuschauern auch andere Greifvögel vor, wie den Baum– und den Turmfalken. „ Der Baumfalke ist ein sehr schneller Vogel und fängt seine Beute direkt im Fluge. Als Zugvogel legt er im Herbst weite Strecken bis nach Afrika zurück“, erklärte Herr Anhäuser begeistert. Allerdings sei dies auch eine Gefahr für den Bestand der Baumfalken, da sie eben weite Strecken zurücklegen müssen. Ein häufig anzutreffender Vogel sei der Turmfalke im Gegensatz zum Merlinfalke. „Der Turmfalke flattert an einer Stelle in der Luft und greift blitzartig an“ sagte Herr Anhäuser. Aber auch andere Vögel stellte er den Zuhörern vor, wie z.B. den Gänsegeier, den See-, den Stein-, den Schreiadler und den Habicht. Besonders fasziniert ist Herr Anhäuser von dem Habicht. „Er ist ein Kurzstreckenjäger und lauert im Baum, bis er eine Beute im Blick hat. Dazu hat er die Fähigkeit, im Gegensatz zum Wanderfalken, umzusteuern und direkt noch einmal anzugreifen, falls er seine Beute nicht beim ersten Mal fängt“ erklärte er beeindruckt.

 

Danach ging es in der anschließenden Diskussion weiter. Gefährlich für diese Tiere seien z.B. Mittelspannungsleitungen und Oberleitungen der Bahn.“ Aber besonders gefährlich sind auch Glasflächen, wobei die Vögel Spiegelbilder von Bäumen sehen und steuern diese an und schlagen mit voller Wucht dagegen“, so Helmut Anhäuser. Ein weiterer Punkt war die Bindung an Falkner, dazu erklärte Herr Anhäuser „diese Liebe geht durch den Magen“.

 

 

 

 

 

 

Herr Prof. Prinzinger hatte Ludwig (einen Waldkauz) mitgebracht, der von Spaziergängern gefunden und zu ihm gebracht wurde. Nächste Woche kommt er in die Auffangstation in der Alten Fasanerie nach Hanau, Klein-Auheim.