Der Kiebitz

Das NABU Mitglied Gerhard Bauer war Zeuge eines seltenen Naturschauspiels. Er konnte beobachten, wie ein Rotmilan über die Kiebitzwiese flog. Sofort ist ein Teil des Schwarms aufgeflogen um den Milan zu attackieren und zu vertreiben. Mit Erfolg! Ein Rotmilan ist zwar keine Bedrohung für die Altvögel, in seiner Eigenschaft als Nesträuber jedoch für deren Gelege, bzw. die Jungvögel.

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Bildergalerie: Der Kiebitz ist zurück am Ludwigsbrunnen (fotografiert von Gerhard Bauer)

Den Winter verbrachte der Bodenbrüter in West-, Südeuropa oder Nordafrika

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Bildergalerie: Der Kiebitz mit Jungtieren am Ludwigsbrunnen (fotografiert von Gerhard Bauer)

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ist ein Brutvogel feuchter Äcker und Wiesen. Die Bestände des einst weit verbreiteten Vogels unserer Agrarlandschaften sind inzwischen so niedrig, dass er in Hessen vom Aussterben bedroht ist. Mit rund 110 Brutpaare brüten fast die Hälfte aller hessischen Kiebitze im Wetteraukreis. Insofern hat der Wetteraukreis eine besondere Verantwortung für die Erhaltung dieser Art.

Die Landwirtschaft kann einen entscheidenden Beitrag zur Erhaltung des Kiebitz leisten.

Die Brutzeit des Kiebitz beginnt bereits Ende März bis Anfang April. Zu dieser Zeit sind viele Äcker noch nicht bestellt.  Um Gelegeverluste zu vermeiden, sollte ein Streifen von ca. 1 m Breite um das Nest bei den landwirtschaftlichen Bobenbearbeitungen ausgespart werden.

 

 

 

 

 

 

 

Nester sind meist sehr schwer zu finden. Daher werden viele Nester auf Ackerflächen mit zwei dünnen Holzstäben in ca. 5 m Abstand vom Nest in Bearbeitungsrichtung von ehrenamtlichen Helfern markiert.

Betroffene Bewirtschafter von Ackerflächen mit Kiebitzbruten werden vom Fachdienst Landwirtschaft oder vom Fachdienst Naturschutz und Landschaftspflege beim Wetteraukreis informiert.
Der Kiebitz steht unter gesetzlichem Schutz. Demnach ist es u.a. verboten, ihn erheblich zu stören, seine Nester und Eier zu beschädigen oder zu entfernen.