Schleiereulen in Karben

Brutsaison 2017

In einer Scheune eines Groß-Karbener Bauernhofs wurde Gerhard Bauer Zeuge, wie mehrere Jungtiere flügge wurden. Bei den ersten Flugversuchen entstanden diese Fotos:

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Nistkastenreinigung in Rendel

Fotos Prinzinger: In der Rendeler Kirche (Bild 1 - Pfeil zeigt auf Einflugloch) wurde der Nistkasten gereinigt. Von der Okärber Schreinerei Maier installiert, kümmert sich Roland Prinzinger um Kontrolle und das Ausräumen des Kastens (Bild 2-4). Im Einflugloch fand Prinzinger eine tote Schleiereule (Bild 5). Bild 6 zeigt das Ausmaß des angefallenen Drecks: die Speiballenreste füllen drei Eimer.

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Seit Jahren brüten in der Groß Karbener Kirche ein Schleiereulenpaar mit großem Erfolg.
Im Sommer 2016 soll die Groß Karbener Kirche saniert werden, davon wird allerdings auch der Dachstuhl betroffen sein. Was soll mit dem Schleiereulenpaar geschehen, die hier zu Hause sind? Soll es noch zur Brut schreiten und dann evtl. durch die Arbeiten vertrieben werden?

NABU Aktive sorgen für neue Nistmöglichkeiten für Schleiereuelen
Foto Jürgen Becker: Auf die hohe Leiter hat sich Manfred Fiebelkorn getraut, um die alten Efeuranken herunterzuholen. Armin Maier sichert die Leiter.

Die NABU-Aktiven haben sich entschlossen, vor Beginn der Brutzeit den Eulen eine Alternative anzubieten: im nahen Trafo-Gebäude auf dem Gelände des Degenfeldschen Schlosses. Hier war vor einigen Jahren durch Stadt und NABU eine Nistmöglichkeit geschaffen worden, die auch angenommen wurde. Da der Bestand dieser Eulenart sich sehr reduzierte - bedingt durch die ungünstigen Winter der letzten Jahre, wurde diese Unterkunft geschlossen.
Nun wird der Turm wieder geöffnet. Allerdings mussten alte Efeuranken entfernt werden, um das Einflugloch überhaupt sichtbar  zu machen. Außerdem musste die Genehmigung der neuen Eigentümer eingeholt werden. Was zum Glück anstandslos gelang. Nun wartet der NABU ganz gespannt darauf, ob die Eulen mit dem neuen Angebot einverstanden sind oder sich eine andere Bleibe suchen.

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Schleiereulen brüten erfolgreich in Groß-Karben (Brutsaison 2015)

In Groß-Karben sind 5 Schleiereulen geschlüpft
Bruterfolg: 5 Schleiereulenkinder in Groß-Karben (Bild: Prinzinger)

In der evangelischen Kirche in Groß-Karben haben die dort brütenden  Schleiereulen einen fünfköpfigen Nachwuchs zu betreuen. Das fällt ihnen offenkundig nicht schwer: Bei einer Kontrolle durch den NABU lagen im Nistkasten, der von Schreiner Alois Maier aus Okarben angebracht wurde und seit vielen Jahren Brutplatz ist, vier Feldmäuse und eine Hausmaus und die Bäuche der Jungeulen waren zudem prall gefüllt. Das Bild zeigt die unterschiedliche Größe der Jungen, die daher rührt, dass die Altvögel schon mit dem Legen des ersten Eies anfangen zu Brüten und deshalb die Jungen auch mit großem zeitlichem Abstand schlüpfen. Ist die Nahrungssituation schlecht, sterben i.d.R. die kleineren Eulen. Das seit Wochen trockene Wetter bietet allerdings optimale Lebensbedingungen für Mäuse, die die Hauptnahrung der Schleiereule bilden, sodass wahrscheinlich alle Jungen flügge werden. Bei Herrn Maier selbst, der in verschieden Orten der Umgebung insgesamt 12 Nistmöglichkeiten angebracht hat, sind in einem Nistkasten sogar 7 junge Schleiereule geschlüpft.

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Weitere Schleiereulenquatiere in Karben

in "St.Michaelis"

Wenn es viele Mäuse gibt, reagieren die Schleiereulen darauf mit größeren Gelegen und zum Teil mit zwei Bruten. Hier einige Fotos von jungen Eulen.
Die Jungen brauchen je nach Gewicht der Beutetiere zwei bis vier Mäuse. Daher verzehrt die gesamte Familie etwa 25 Mäuse pro Tag  - eine wirksame biologische Begrenzung von Mäuseplagen!


in "St. Bonifatius"

 

 

 

Im Turm der katholischen Kirche "St.Bonifatius"

in Klein-Karben hatte der NABU-Karben

für mehrere Jahre einen

"Eulenkasten" mit Video-Kameras aufgestellt: