Unsere Störche in Karben und in der Wetterau

Das Storchenpaar in den Wiesen am Ludwigsbrunnen (Foto: Roland Prinzinger)
Das Storchenpaar in den Wiesen am Ludwigsbrunnen (Foto: Roland Prinzinger)

Außergewöhnlich früh!

Jetzt sind schon milde Tage mit 10 Grad plus angebrochen. Einzelne Amseln singen schon ihr Frühlingslied richtig kräftig! Aber ein noch deutlicheres Zeichen für den nahenden Frühling ist die Rückkehr der Störche. Roland Prinzinger hat im Naturschutzgebiet Ludwigsquelle am 9.1.2018 ein Storchenpaar beobachtet, das auch schon auf dem Nest gestanden hat. Ein Storch ist beringt, der andere ist unberingt.

Es ist ungewöhnlich früh, dass Störche schon im Januar zurückkehren, bisher war die Rückkehr der Störche 3 bis 4 Wochen später. Durch das milde Wetter und die große Feuchtigkeit gibt es im Augenblick für die Störche genug zu fressen. Wenn noch richtiger Frost kommen sollte, der länger anhält, dann haben die stattlichen Vögel ein Nahrungsproblem. Hoffentlich ist ihre Rückkehr nicht zu früh! Auch in einem Nest in Klein Karben wurde bereits ein Storchenpaar beobachtet.


Foto von Gerhard Bauer: Hier sind die ersten Störche am NSG Ludwigsquelle, die schon am 8. Februar 17 eintrafen.
Die ersten Störche am NSG Ludwigsquelle (Foto: Gerhard Bauer)

Vier Storchenpaare wollen wieder in Karben nisten
Obwohl es Anfang Februar noch ziemlich kalt war, beobachteten aufmerksame Mitglieder des NABU Karben, dass sich ein Storchenpaar am Naturschutzgebiet Ludwigsquelle in Groß Karben  (zur Bildergalerie) schon am 8. Februar aufhielt. Einige Tage später stellten sich zwei Rendeler Störche auf den im letzten Jahr geräumten Storchenhorst ein. Dieser Horst ist das älteste Storchennest in Karben und war entsprechend hoch aufgetürmt. Da der Mast nicht ganz im Lot war, drohte er wegen der großen Last, umzukippen. Als drittes Nest wurde auch der Horst am Scharmühlgraben besetzt. Es dauerte nur wenige Tage, dass  schließlich das Storchennest an der Kläranlage von Niederdorfelden mit dem vierten Paar in der Karbener Gemarkung beobachtet wurde. Nun sind alle Karbener Storchenhorste besetzt. Ob die Störche tatsächlich die "Endbsatzung" darstellen oder im Rahmen von Revierkämpfen hier und dort noch vertrieben werden, weil später zurückkehrende Störche sich vielleicht durchsetzen, ist zur Zeit schwierig zu beurteilen.
Auf jeden Fall freuen sich die Karbener Bürger über diese Frühlingsboten, die dieses Jahr sehr zeitig hier eingetroffen sind.


Das Storchenpaar am Nest (Foto: Bauer)
Das Storchenpaar am Nest (Foto: Bauer)

"Wir haben jetzt das vierte brütende Storchenpaar in der Karbener Gemarkung!"

Vor ein paar Wochen konnte der NABU Karben darüber berichten, dass drei Storchenpaare wieder in Karben mit dem Nestbau und dem Brutgeschäft begonnen hatten. Während dieser Zeit zeigte ein weiterres Storchenpaar ein großes Interesse an einem Storchenhorst, der vor ca. 15 Jahren von der OVAG in der Nähe des Scharmühlgrabens errrichtet wurde. Die NABU-Leute konnten tagelang heftige Auseinandersetzungen mit einem dritten Storch beobachten. Vermutlich war es ein Storch aus der Nachbarschaft, der sein Revier verteidigte und keine Nahrungskonkurrenz neben sich dulden wollte. Schließlich setzte sich aber das neue Paar gegen den Angreifer durch und begann mit dem Nestbau. Inzwischen brüten die Störche seit ungefähr zwei Wochen, sodass in weiteren zwei Wochen mit dem Schlüpfen der Jungen gerechnet werden kann.

Ein Storch begrüßt den anfliegenden Partner (Foto: Bauer)
Ein Storch begrüßt den anfliegenden Partner (Foto: Bauer)

So sehr der NABU Karben sich über diesen Zuwachs an Storchenpaaren freut, so beschleicht andererseits doch eine Sorge die Vogelschützer: Störche brauchen als Futter erhebliche Mengen an Beutetieren für sich und die Jungen, sodass neben Regenwürmern, Fröschen, Mäusen und Ratten auch Jungvögel von Bodenbrütern gefressen werden. So kommt es, dass es Lerchen, Goldammern, Enten, Kiebitzen und anderen Tieren immer schwerer fällt, ihre Jungen durchzubringen.

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Die Störche sind wieder in Groß Karben eingetroffen und wurden von Gerhard Bauer fotografiert
Störche in Groß-Karben (Foto: Gerhard Bauer)

Brutsaison 2016: Storchenpaare sind eingetroffen!

Als erstes kamen die Rendeler Störche: einer nach dem anderen, nicht gemeinsam. Unser Beobachter Hans-Helmut Tinkl kann von seinem Haus am Rand von Klein Karben direkt ins Nest schauen. Nach seinem Eindruck brütet das Pärchen schon. Gleichzeitig kam der erste Storch in Groß Karben an, wenige Tage später der Zweite. Nun klappern sie heftig und suchen in den Wiesen nach Mäusen, Fröschen und Regenwürmern.
Vor wenigen Tagen traf auch am dritten Karbener Nest-Standort an der Kläranlage Niederdorfelden auch ein Storch ein. Hoffentlich kommt der Partner bald! Noch immer wartet Antonio Gurliaccio in der Kirchgasse von Klein Karben auf ein Storchenpaar, das sich hoffentlich auf seinem 13m hohen Schornstein niederlässt. Das wäre zum ersten Mal der Fall - aber Antonio wartet schon seit über 10 Jahren darauf. Immerhin kamen im letzten Jahr schon ein paarmal Störche zu Besuch auf seinem Schornstein. Vielleicht klappt es ja in diesem Jahr! Die Karbener NABU-Leute drücken ganz fest die Daumen.


Störche im Naturschutzgebiet Ludwigsquelle
Jungstörche in Groß Karben 2015 (Foto: Lind)

Inzwischen sind drei Storchenpaare in Karben heimisch geworden. Vor drei Jahren wurde ein zusätzlicher Storchenhorst in der Nähe der Kläranlage von Niederdorfelden von der unteren Naturschutzbehörde errichtet. Nun ist auch dieser Horst bezogen worden. Die meisten Karbener wissen gar nicht, dass dieser Standort zu Karben gehört.

Nun haben wir also drei Storchenpaare. Wir haben noch zwei weitere Horstangebote, einen am Scharmühlgraben und einen in der Ortslage von Klein Karben in der Kirchgasse. In der Kirchgasse hat Antonio Gurliaccio vor ca. zehn Jahren die Gebäude einer Reinigung übernommen samt einem 15 Meter hohem Schornstein. Seitdem wartet Herr Gurliaccio auf die Störche. Er hat alles vorbereitet mit einem kräftigen Gestell und hat Zweige auf den Schornstein gelegt. Im April sind zweimal Störche dort gewesen, einer hat sogar die ganze Nacht auf dem Schornstein zugebracht - aber niedergelassen mit einer Familie hat er sich bisher noch nicht - schade.

Katrin Lind hat von der Storchenfamilie in Groß Karben eine Aufnahme machen können - es sieht so aus als ob vier Junge im Nest sind. Bei der Trockenheit in Karben und in unserer Region wird es für die Altstörche nicht leicht werden, die vier Jungstörche aufzuziehen, denn jeder Jungstorch braucht täglich bis zu 1,5 kg Futter. Wie groß die anderen Storchenfamilien sind, wissen wir noch nicht. Hoffentlich kommt bald Regen, das würde die Situation für alle Störche wesentlich ändern.fgezogen, auch wenn die Witterungsbedingungen damals nicht ideal waren. Nun hoffen die NABU-Aktiven, dass es dieses Jahr wieder klappt mit der Aufzucht dieser schönen Vögel. Vielleicht können sich die Karbener Bürger an Bildern  wie im letzten Jahr mit drei oder vier Jungen erfreuen.


Storchenpaar im Naturschutzgebiet Ludwigsquelle
Storchenpaar in Groß Karben 2014 (Foto: Habusta)

Nun ist es endlich wieder soweit, die beiden Storchennester in Rendel und am Naturschutzgebiet Groß Karben sind wieder mit je einem Storchenpaar besetzt. Die Rendeler Störche waren schon vor ca. 3 Wochen komplett und haben tüchtig geklappert und sich gepaart. Dabei handelt es sich wieder um das Paar vom letzten Jahr, wie Ringablesungen ergeben haben. Zwischendurch war das Paar verschwunden, nun ist es wieder aufgetaucht. In Groß Karben hat sich erst jetzt ein Duo eingefunden. Ein einzelner Storch hat sich schon längere Zeit in den Wiesen im und am Natuschutzgebiet aufgehalten. Nun ist auch der Partner gekommen.
Im letzten Jahr haben beide Paare jeweils drei Jungvögel erfolgreich aufgezogen, auch wenn die Witterungsbedingungen damals nicht ideal waren. Nun hoffen die NABU-Aktiven, dass es dieses Jahr wieder klappt mit der Aufzucht dieser schönen Vögel. Vielleicht können sich die Karbener Bürger an Bildern  wie im letzten Jahr mit drei oder vier Jungen erfreuen.


Storch im Anflug auf den Horst am Ludwigsbrunnen im März 2013 (Foto: Christine Stark)

In den letzten Wochen erreichten den NABU Karben immer wieder Meldungen, dass

Störche auf ihren Nestern eingetroffen sind. Als einer der ersten traf ein Rendeler

Storch ein, dann an der Ludwigsquelle wieder einer und alle übertroffen hat das

Storchenpaar zwischen Burggräfenrode und Ilbenstadt, die fast gleichzeitig zu zweit

das Nest besetzten. Dann erschien der zweite Rendeler Partner und nun auch als

letzter der zweite Storch an der Ludwigsquelle. Die Begeisterung der beiden war so

groß, dass sie gar nicht von einander lassen wollten. „Die sind richtig wild vor Freude !“

so ein großkärber Beobachter.

Das "wiedervereinte" Paar an der Ludwigsquelle (fotografiert von Dieter Heinemann)
Das "wiedervereinte" Paar an der Ludwigsquelle (fotografiert von Dieter Heinemann)

Karben hat noch einen leer stehenden Nestbau den Störchen in den Rendeler Wiesen anzubieten, der bisher noch nicht angenommen wurde, obwohl der Mast schon viele

Jahre dort steht. Im Frühling 2013 wurde dieses Nest  mit Mitteln der unteren

Naturschutzbehörde gewissermaßen aufgerüstet und mit einem durchlässigen

Holzboden versehen. Die Experten meinen, das könnte für die Störche einen Anreiz

bieten, sich auch dort niederzulassen.

 

Es ist für den Laien erstaunlich, dass die Storchenpaare meistens nicht gemeinsam im Herbst wegziehen und im Frühjahr gemeinsam zurückkehren. Das Nest ist der eigentliche Treffpunkt wo sich die Partner wieder sehen und durch mehrfaches Kopulieren beschließen, für einen Sommer zusammen zu bleiben. Nun hoffen die Karbener zusammen mit den NABU-Aktiven, dass das Brutgeschäft gut verläuft und die Jungen erfolgreich flügge werden.