Störche in Rendel

Brutsaison 2014: Vier Jungstörche in Rendel

Vier Jungtiere im Storchen-Horst an den Rendeler Wiesen (fotografiert von Katrin Lind)
Vier junge Störche (fotografiert von Katrin Lind)
Die Freude der Storcheneltern ist groß, es klappert der Storch (fotografiert von Katrin Lind)
Es klappert der Storch (fotografiert von Katrin Lind)

Dreifacher Nachwuchs in Rendel 2013

Die Fotos können durch Anklicken vergrößert werden

Begeistert waren die Karbener Storchenfreunde vor wenigen Wochen, weil bei beiden Storchenpaaren in Groß Karben und Rendel drei Junge geschlüpft waren. Dann gab es eine längere Schlechtwetterperiode mit Regen und ungewöhnlich niedrigen Temperaturen. Vielerorts wurde berichtet, dass ganze oder Teile der Storchenbruten diese Zeit nicht überlebt haben. Nun waren natürlich auch die Karbener NABU-Leute besorgt. Aber es ist gar nicht so einfach festzustellen, wenn man nicht ins 13m hohe Nest sehen kann, ob die Jungen gestorben sind oder sich nur im Nest verkrochen haben.

Das Storchenpaar in den Rendeler Wiesen hat seine drei Jungen zum Glück über diese schwierige Zeit retten können und füttert nun eifrig. Katrin Lind hat sich längere Zeit auf die Lauer gelegt und die drei Jungstörche mit einem Altvogel vor wenigen Tagen aufnehmen können.

2013: Adebar besucht Industriegelände

Da staunten die Mitarbeiter des Facility Managements von Continental Automotive in Karben nicht schlecht. Sofort riefen sie ihre Kollegin Claudia Böttcher, Aktive beim Naturschutzbund Karben (Nabu): Ein Storch war auf dem Stickstofftank neben dem Betriebsrestaurant gelandet.

„Offensichtlich war der seltene Besuch aber nicht von den Qualitäten der Industrieanlage als Nistmöglichkeit überzeugt und zog weiter“, berichtet Claudia Böttcher. Vor allem die offenkundig Temperatur des Behältnisses dürfte Adebar abgeschreckt haben in einer Zeit, in der die Wetterauer endlich frühlingshafte Temperaturen erleben. Denn Stickstoff wird in der Industrie als Kälteträger genutzt.

Auf der Suche nach einer neuen Heimstatt hätte sich der Storch übrigens bloß ein wenig südlicher umschauen müssen: Seit ein paar Tagen ist der bislang ungenutzte Storchenhorst am Scharmühlgraben bei Rendel nämlich neu und attraktiver hergerichtet...

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Juli 2012: Verletzter Rendeler Jungstorch tot aufgefunden

Die Hoffnung, den schwer verletzten Storch aus dem Rendeler Horst durchzubringen, hat sich für den Naturschutzbund Karben (Nabu) nicht erfüllt. Das Tier wurde am Sonntagabend tot aufgefunden.

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Juli 2012: Rendeler Jungstorch schwer verletzt

Vor knapp zwei Wochen hat eine aufmerksame Spaziergängerin in den Rendeler Wiesen beobachtet, dass einer der drei Jungstörche, die ausgeflogen waren, Schwierigkeiten mit einem Bein hatte. Sie verständigte den NABU Karben. Mehrere Mitglieder machten sich daraufhin auf den Weg, um sich ein Bild von der Verletzung zu machen.

Die NABU-Leute stellten fest, dass ein Bein unterhalb des einen Knies stark verletzt, kraftlos herab hing und schon verfärbt war.

 

Der Storch konnte das Bein nicht mehr benutzen, so dass er nicht mehr fähig war zu laufen. Das hat schwerwiegende Folgen für das Tier, weil der Storch ein Schreitjäger ist und im Laufen die Nahrung aufnimmt.

 

In den vergangenen Tagen konnte dieser kranke Storch in der Familiengruppe immer

wieder beobachtet werden. Die gesunden Störche sind über die Wiesen geschritten und haben eifrig Nahrung aufgenommen, während der behinderte Jungstorch lediglich dabei

stand und seiner Familie zusah. Eine Reihe von besorgten Spaziergängern haben das gesehen und den NABU verständigt. In den letzten Tagen legte sich der Storch häufiger

aufs Gras oder ins Nest um zu ruhen. Wie er sich ernährt, ist nicht klar. Vermutlich wird

er von Zeit zu Zeit von den Altstörchen gefüttert, obwohl das noch nicht beobachtet wurde, denn ein Jungstorch kann nicht 14 Tage ohne Futter überleben. Deshalb versuchten NABU-Mitglieder den Storch immer wieder zu fangen, um ihn zu einer Auffangstation

bringen zu können. Jedes Mal flog er aber fort. Das Ganze ist eine Tragödie. Vielleicht

gelingt es aber  doch noch in den nächsten Tagen, den Storch einzufangen, um ihn zu

retten.

Wie es zu dieser Verletzung kam, ist nicht bekannt.

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Januar 2012: Erster Rendeler Storch wieder zurückgekehrt?

Von weitem hörte man am Ortsrand von Rendel das heftige Klappern eines Storches. Beim Näherkommen klärte sich die Situation: Auf dem Rendeler Storchenhorst stand ein einzelner Storch, der sich aufplusterte, mit den Flügeln schlug und tüchtig klapperte. Über ihm Kreiste ein Storchenpaar. Die vielen Gesten sollten dem Paar signalisieren: „Hier ist alles besetzt, haut ab!“ Vermutlich handelte es sich um das Gronauer Storchenpaar, das den bisherigen Winter mehr oder minder vor Ort geblieben ist und sein Revier kontrollierte. Das Paar traute sich aber nicht an den heftig gestikulierenden Artgenossen  heran.

Die warmen und sonnigen Tage haben auch die Störche in Frühlingsstimmung gebracht. Wenn es noch mal  richtig kalt werden sollte, dürfte die Stimmung ganz oder teilweise zum Erliegen kommen. Nach diesem erfolgreichen Abwehrmanöver schwebte der Einzelgänger zum Graben in der Nähe, um im waren Sonnenschein Futter zu suchen. Kaum war er außer Sicht, landete eine Nilganz auf dem Horst, und drehte sich mit Geschnatter und Rufen in alle Himmelsrichtungen, um den Horst für sich zu reklamieren. Das Dauerte nur eine kurze Zeit, dann erschien der Storch wieder. Mit weit vorgestrecktem Schnabel sauste er auf das Nest zu. Die Nilgans flüchte sofort vor dieser spitzen Lanze unter lautem Protest. Der Storch landete auf dem Nest, schüttelte sich und entspannte sich dann bei der Gefiederpflege. Ob damit die Entscheidung gefallen ist oder nicht, werden die nächsten Wochen zeigen. Besonders, wenn ein Partner fehlt, ist es nicht einfach für den Storch einen begehrten Brutplatz gegen die Konkurrenz zu verteidigen

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Zwei junge Störche in Rendel (Mai 2011)

 

 

 

 

Herr Hoppe fotografierte die "stolze Mutter" mit ihrem Nachwuchs auf dem Horst in Rendel.

 

Es ist ein warmer Tag.

Deshalb bringt ein Elterntier Wasser im Kropf mit, das einem Jungstorch direkt in den Schnabel abgegeben wird.

Wenig später erscheint der zweite Altvogel und würgt die von ihm gesammelte Beute in das Nest. Sofort machen sich beide Jungen über die Leckerbissen her und nehmen das Futter vom Nestboden auf.

Nachdem sie alles verschlungen haben, sind sie für kurze Zeit richtig satt geworden und können sich entspannen. Auch der Altstorch hat nun ein wenig Zeit, etwas für seine eigene Pflege zu tun,

bis er wieder los muss, um weiteres Futter heranzuschaffen. So geht es noch ein paar Tage, bis die Jungen flügge sind und die Familie das Nest verlässt. Ab und zu kommen sie wieder zurück, um sich hier auszuruhen. Aber es dauert nicht lange, bis sich die Jungen selbständig machen und ihrer eigenen Wege gehen bzw. fliegen.  

Auch 2011 Storchenpaar in Rendel

 

 

 

 

 

Anfang März 2011 wurde auch auf dem Rendeler Horst ein Storchenpaar beobachtet, das sich dort paarte, so dass gute Aussichten bestehen, dass dieses Nest auch angenommen wird. Jetzt kommt eine spannende Zeit...