Waschbären sind auch in Karben aktiv...

Innerhalb weniger Tage berichteten zwei Mitbürger aus Karben dem NABU, dass jeweils ein Waschbär beobachtet wurde. Die Waschbären sind dämmerungs- und nachtaktiv und haben kein Problem damit, auch Krach zu machen, ähnlich wie die Igel, nur dass die Bären mit bis zu 9kg Körpergewicht wesentlich größer sind und entsprechend mehr Krach machen können. Sie sind wenig scheu und lassen sich nur schwer verjagen, wenn sie gutes Futter gefunden haben. Die beiden Karbener Mitbürger wurden auf die Tiere aufmerksam durch starkes Poltern in den frühen Morgenstunden. Ein Bär hatte sich über einen Meisen-Knödel hergemacht und wollte sich kaum verjagen lassen.

Meisenknödel sind bei Waschbären beliebt. (Foto: R. Flister)
Foto von R. Flister : Ein Waschbär verzehrt gerade einen Meisenknödel in der Uhlandstraße in Klein-Karben

Waschbären sind Allesfresser. Sie werden von Kostposthaufen angezogen, wenn auf diesen Nahrungsmittel wie Käse-, Fleisch- oder Fischreste entsorgt wurden. Auch gelbe Säcke werden gerne aufgerissen, wenn deren Inhalt interessant riecht. Waschbären mögen auch Obst und räubern Vogelnester aus, weil sie gerne Eier oder die geschlüpften Jungvögel fressen. Sie versuchen sogar, die Frontscheiben von Nistkästen auszuhaken. Man sollte die Waschbären auf keinen Fall füttern und alles Fressbare möglichst unter Verschluss halten. Besondere Vorsicht ist auch bei Vogelfutter wie Meisenknödel oder andere ölhaltigen Sämereien angebracht, die nicht auf die Erde gelegt oder verstreut werden sollten. Am besten das Futter möglichst hoch aufhängen. Zwar sind die Bären ausgezeichnete Kletterer, doch bevorzugen sie natürlich alles, was auf dem Boden liegt. Der Waschbär geht gerne in Gebäude, wenn offene Luken, Fenster oder beschädigte Dächer einen Zugang ermöglichen. Er kann dort z.B. größeren Schäden in der Hausisolierung verursachen oder Böden durch seinen Kot verunreinigen. Häufig ist der Waschbär nicht allein unterwegs sondern zu mehreren Tieren.