Alle Vögel waren da - und zahlreiche Besucher

Viele Menschen kamen auf Einladung des NABU Karben zu einer Vogelführung mit Roland Prinzinger um das Nauturschutzgebiet Luwwigsquelle herum in Groß Karben.

Roland Prinzinger konnte den Besuchern viele Vögel zeigen (Foto: C. Habusta)
Prinzinger mit der Wandergruppe sieht nach Rohrammern (Foto: C. Habusta)

Prinzinger erklärte die Besonderheiten des Naturschutzgebietes , das einige salzige Quellen aufweist. Vor einigen Jahren gab es hier einige Pflanzenarten, die mit dem Salzgehalt fertig wurden. Inzwischen sind diese Pflanzen fast verschwunden. Die Vogelführung war auch gedacht als Vorbereitung auf die Stunde der Gartenvögel. Als erste Vogelart war die Amsel zu hören, die vielen Menschen bekannt ist durch ihren wunderbaren Gesang. Das Amselpärchen bleibt viele Jahre zusammen und baut häufig an der selben Stelle im Garten und am Waldrand ihr Nest. Gleichzeitig ließ der Zilp-Zalp sein monotones Lied erklingen, das diesem Vogel seinen Namen gibt. Im Verlauf der Wanderung wurden viele Vogelarten gesichtet und noch mehr gehört: z.B. Dorn-, Garten- und Möchsgrasmücke, Grünfink und der Kuckuck. Zur Dorn-, Gras- und Mönchsgrasmücke erklärte Prinzinger, dass es nicht um Mücken sondern um das Grau dieser Vögel gegangen sei bei der Namensgebung.

Prinzinger weiß nicht nur viel über Vögel, auch die Gespinnstmotten entdeckte er am Wegesrand(Foto: C.Habusta)
Prinzinger erklärt, warum sich Gespinnstmotten durch Gespinnste schützen (Foto: C. Habusta)

Der Kuckuck, der laufend gehört werden konnte, ist ein echter Vagabund. Die Weibchen legen alle zwei bis vier Tage ein Ei in Nester verschiedener Vogelarten und lassen sich von verschiedenen Männchen befruchten. Mehrfach wurde auch die Goldammer beobachtet und gehört, deren Gesang man sich gut mit folgendem Spruch merken kann: "Si, si, sieh da, die dummen Jungs, was machen die da". Am Storchennest war nur ein Elterntier zu sehen. Dann entdeckte ein Besucher mit dem Fernglas, dass zwei Junge im Nest zu sehen waren. Prinzinger berichtete, dass an heißen Tagen die Alttiere ihre roten Beine durch weißen Kot vor der starken Sonneneinstrahlung schützen. Ein Pärchen Schafstelzen konnten die Wanderer beobachten, wie sie im Schilf herum turnten. Früher seien die Schafstelzen sehr häufig gewesen - aber heute seien sie fast eine Rarität. Mehrere Schwalben und Mauersegler fingen Insekten über den Wiesen. Zu den Mauerseglern führte Prinzinger an, dass Sie bei ungünstiger Witterung in eine Kältestarre verfielen, um die Hungerzeit zu überbrücken. Ein Höhepunkt war die Beobachtung einer Rohrweihe, die im Naturschutzgebiet brütet. Ganz zum Ende der Wanderung meldete sich eine Nachtigall mit ihrem klaren und vielfältigen Gesang. Insgesamt wurden 40 Vogelarten gehört oder gesehen.

Weitere Impressionen von der Exkursion (fotografiert von C. Habusta):