Libellen trotzen dem Wind und waren zahlreich unterwegs

Eine Gruppe interessierter Libellenfreunde hat sich am Samstag, den 16.06.2018 am Ludwigsbrunnen getroffen. Der NABU Karben hatte zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Die Feuerlibelle konnte von den Teilnehmer beobachtet werden(Foto: G. Bauer)
Die Feuerlibelle war eine von vielen Arten der Inseklten, die zu sehen war (Foto: G: Bauer)

Gerhard Bauer, ein Mitglied des NABU Karben ist einer der Schutzgebietsbetreuer des NSG Ludwigsquelle. Er leitete die Veranstaltung, da er sich schon seit vielen Jahren um die Bestände der Libellen bei uns und in der Wetterau bemüht.
Nach einem kurzen Spaziergang kam die Gruppe am Rande des NSG Ludwigsquelle an einer künstlich angelegten Flutmulde an. Einige Erläuterungen über den Lebenszyklus der Libellen, den Bestand der hier vorkommenden Arten und Informationen über den Verlandungsverlauf von Flutmulden wurden den Teilnehmern von Bauer vorgetragen.
Danach hatten die Besucher Gelegenheit die Tiere in Ruhe am Gewässer zu beobachten. Zu sehen waren: Große Königslibelle, Großer Blaupfeil, Glänzende Smaragdlibelle, Vierfleck, Feuerlibelle, Blutrote Heidelibelle, Hufeisen Azurjungfer, Gabel Azurjungfer und die Große Pechlibelle. Alle freuten sich über die große Zahl der Arten die sie sehen konnten, obwohl das Wetter bewölkt und windig war.

An der Flutmulde im NSG Ludwigsquelle erklärt Gerhard Bauer den Lebensraum von Libellen (Foto: C.Habusta)
Gerhard Bauer erläutert den Zyklus einer Flutmulde, dem Lebensraum von Libellen (Foto: C. Habusta)

Gerhard Bauer mahnte allerdings auch, dass der Libellenbestand gefährdet ist. Der Grund ist die natürliche Verlandung des Gewässers. Einige Arten sind schon verschwunden! Es sei dringend notwendig, ein zweites Gewässer anzulegen, um ein Ausgleichshabitat zu schaffen, da die vorhandene Mulde zunehmend verarmt und an Diversität verliert. Bauer würde es toll finden, wenn er mit seinem Anliegen  beim Karbener Bürgermeister auf Hilfe  stoßen würde.
 Nur ein Bruchteil des Geldes, das jetzt für die Gestaltung und Versiegelung der Fläche des Ludwigsbrunnens aufgewendet wird, wäre ein Segen für den Naturschutz und würde den Bereich NSG Ludwigsquelle sehr aufwerten.