Mit dem NABU Karben unterwegs: Naturreise nach Ostfriesland

Bei gemischtem Wetter trafen sich 24 Naturinteressierte an der Nordseeküste in Neuharlingersiel, um Ostfriesland und die Nordseeküste kennenzulernen.

Das Wasserschloss in Lütetsburg (Foto: Werner Verderber)
Das Wasserschloss in Lütetsburg ist wunderbar erhalten (Foto: Werner Verderber)

Das Hotel lag fast direkt hinter dem Deich. Es blies ein kräftiger Wind, wie man das von der Nordsee her kennt. Der erste Ausflug führte die Karbener zum größten englischen Garten Deutschlands  in Lütetsburg. Das Wasserschloss von Lütetsburg ist wunderbar erhalten, aber noch beeindruckender ist der dazu gehörige Park. Die Rhodedendren fingen gerade zu blühen an. Einige Büsche waren voll erblüht, aber die Mehrzahl fing gerade an, ihre Knospen zu öffnen. Es war ein reizvoller Park mit vielen Wasserflächen und vielen fremden Bäumen. Es war ungewohnt ruhig. Mitten im Park war eine kleine katholische Kirche, eine Seltenheit im protestantischen Ostfriesland. Auf der Rückfahrt konnten einige Kirchen in typischen Backsteinbauweise bewundert werden. Am zweiten Tag fand eine Fahrt nach Greetsiel statt, wo die Binnenländer viel über Deichschutz, steigende Meere  und über das Wattenmeer erfuhren. Sehr interessant war ein Blick über den Deich in der Leybucht: große Salzwiesen bieten vielen Seevögeln Nahrung und Rastmöglichkeiten. Schließlich landeten wir in einer Seehundstation in Norddeich, die über die dort geleistete Arbeit zum Schutz der Seehunde und Kegelrobben informierte.


Der englische Park in Lütetsburg (Foto: Werner Verderber)
Der englische Park in Lütetsburg ist geheimnisvoll und zeichnet sich aus durch die vielen Wasserflächen aus. (Foto: Werner Verderber)

Mehrere der kleinen Küstenorte wie Carolinensiel, Bensersiel und Neuharlingersiel wurden in den folgenden Tagen besucht. Vieles gab es zu bestaunen, z.B. die Erklärungen zum maritimen Handwerk. Was dort alles geleistet wurde, war sehr beeindruckend. Zusätzlich haben uns die vielen Gebäude im einheitlichen Backsteinstil immer wieder gefallen. Abends gab es im Hotel einen Vortrag über das Weltnaturerbe Wattenmeer. Das Erstaunliche an dem Weltnaturerbe Wattenmeer war, dass drei Länder in der Norddeutschen Bucht das Projekt gemeinsam betreiben: Dänemark, Deutschland und Holland.
Ein Höhepunkt der Reise war die Fahrt nach der Insel Langeoog. Bei bestem Wetter wurde die längste deutsche Insel mit dem Fahrrad erkundet. Es gab viele Seevogelarten zu sehen und zu hören, allen voran der Austernfischer, viele Möwenarten, und die farbigen Brand-,Nonnen- und Graugänse mit Küken.

Wattwanderung der NABU-Gruppe (Foto: Regina König-Amann)
Wattwanderung der NABU-Gruppe: alle sind froh, dass sie die Wanderung heil überstanden haben. (Foto: Regina König-Amann)

Größere Anforderungen an dieTeilnehmer stellte eine Wattwanderung dar, die nur mit Fußbekleidung wegen der scharfen Muschelschalen unternommen werden konnte. Aber die NABU-Aktiven haben es gut überstanden.
Am letzten Tag wurde eine Fahrt nach Wilhelmshaven unternommen mit Führung durch das Meerwasseraquarium und Besuch des Marinemuseums. Alles in Allem hat es sich wieder gelohnt, mit dem NABU Karben auf Natur-Reisen zu gehen.