Ohne Pilze geht nichts auf dieser Welt

Es war einer dieser schönen Herbsttage, als Werner Schößler auf Einladung des NABU Karben einen Pilzvortrag mit wunderbaren Dias und zwei Tage später sich eine Pilzwanderung im Hessenwald anschloss. Schößler weihte die Pilzfreunde ein in die Geheimnisse der Welt der Pilze.

Nach dem Vortrag zeigt eine Zuhörerin einen mitgebrachten Pilz, den Wolfgang Schößler analysiert(Foto: Jürgen Becker)
Wolfgang Schößler bestimmt einen Pilz nach dem Vortrag, den eine Zuhörerin mitgebracht hat.(Foto: Jürgen Becker)

Viele Menschen glauben es nicht, dass die Pilze dafür sorgen, dass es praktisch ohne die Pilze nicht ginge: wir würden in der organischen Masse ersticken. Insbesondere sorgen viele Pilze als Destruenten dafür, dass Blätter, Gras und Holz  und auch die Pilze selber wieder in seine Einzelbestandteile (Mineralsierung) zerlegt werden. Diese Mineralien stehen dann den Pflanzen wieder zum weiteren Wachstum zur Verfügung. Ein wichtiges Thema ist auch die Symbiose, die 80% der Pilze mit anderen Pflanzen und insbesondere mit Bäumen  eingehen. Lärchen- und Birkenröhrling sind typische Symbionten, die den Namen ihrer Partner tragen.  Das Interessante daran ist, dass der Pilz den Symbionten braucht, der Baum aber nicht.
Die Pilzwanderung zwei Tage später war richtig spannend: Schößler war froh, dass ein paar Kinder mit wanderten, weil Kinder sehr viel mehr Pilze entdecken als Erwachsene. Der Ruf der Kinder "PiWo" (Pilze Wolfgang!) schallte  häufig durch den Wald und Schößler beeilte sich, um an die Fundstelle zu kommen und die Pilze zu bestimmen. Über 30 Pilzarten hat Schößler identifizieren können: von Schüpplingen zu Tintlingen, von Keulen zu Röhrlingen. Einmal wollten einige Besucher einen Hallimasch entdeckt haben, der sich dann doch nicht als Hallimasch entpuppte. Schößler erwähnte auch die Familie der Champignons, die sich aufgliedern in 70 verschiedene Arten. Man kann viele nur unterscheiden, wenn man daran riecht, schmeckt oder anschneidet.