Auf den Spuren der Fledermäuse

Viele Kinder kamen mit ihren Eltern zur Fledermauswanderung in Okarben. Frank Uwe Pfuhl weiß viel über Fledermäuse und referiert über deren Lebensweise. Nach Einbruch der Dunkelheit machten sich die Anwesenden mit technischer Hilfe auf die Suche nach den nachtaktiven Tieren.

Mit dem Batdektektor macht Frank Uwe Pfuhl die Ultraschallrufe der Fledermäuse für das menschliche Ohr hörbar (Foto: Prinzinger)
Frank Uwe Pfuhl erklärt die Lebensweise der Fledermäuse (Foto: Roland Prinzinger)

 Zunächst begrüßte die Fledermausbeauftragte Petra Ulrich vom NABU Karben alle Fledermausfreunde und gab ein paar Tipps, wie man Fledermäusen helfen kann: wichtig ist nach ihren Worten für ausreichend Nistquartiere zu sorgen und z. B. Spaltenquartiere aufzuhängen. Anschließend legte Frank Uwe Pfuhl los mit seinem interessanten Vortrag über die Biologie der Fledermäuse. Sind die Fledermäuse Mäuse? fragte er die Kinder. Die Fledermäuse sind eine eigene Tierart, die schon viele Millionen Jahre alt ist, während die Mäuse zu den Nagetieren gehören. In Hessen leben 25 verschiedene Arten von Fledermäusen, die auch Handflügler heißen – weltweit gibt es über 1000 Arten von Fledermäusen. Die einheimischen Fledermäuse ernähren sich nur von Insekten. Die Jagdtechnik war ein spannendes Thema. Viele Kinder waren sehr gut informiert und wussten über die Ultraschallmethode Bescheid, die die Fledermäuse zur Jagd und zur Orientierung anwenden.
Bei Einbruch der Dämmerung erklärte Pfuhl einen Batdetektor.  Damit das menschliche Ohr überhaupt die Ultraschall-Rufe der Fledermäuse wahrnehmen kann, verwendet man ein Gerät, das die Rufe hörbar macht. Zu Beginn der Wanderung um die Speichergebäude der Schreinerei Maier waren unheimlich viele Rufe zu hören und gegen den helleren Abendhimmel waren zahlreiche Fledermäuse zu sehen. Dann ging es zur nahen Niddabrücke in Okarben. Pfuhl erklärte, dass die Wasserfledermäuse erst später mit der Jagd beginnen. Dass die beobachteten Fledermäuse wohl vorwiegend Zwergfledermäuse seien. Es waren viele Insekten im Schein von Taschenlampen und entsprechend viele Fledermäuse zu sehen, die mitunter sehr nahe über die Wasseroberfläche huschten. Insgesamt war es eine erfolgreiche Fledermauswanderung, weil die Besucher viele Fledermäuse wahrnehmen konnten und auch sehr gut informiert wurden.

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Zwergfledermaus auf dem Finger eines Menschen (Foto: Prinzinger)
Macht ihrem Namen alle Ehre: die Zwertgfledermaus ist kaum größer als der Zeigefinger eines Menschen (Foto: Roland Prinzinger)