Veranstaltungen, Vorträge, Exkursionen und Aktionen - Die nächsten Termine:

Jeden zweiten Mittwoch im Monat Ist NABU-Treff (außer Dezember)!

Nächster Termin:  13. Oktober 2021.

Treffpunkt: Vereinshaus Karben (NABU Karben / Foto Club Karben), Christinenstr. 17. Bitte per E-Mail anmelden (bis 11. Oktober).

 

Auch 2021 führt die Corona-Pandemie zu Einschränkungen im Programm, wir bemühen uns möglichst viele Veranstaltungen durchzuführen - wann immer möglich draußen. In jedem Fall immer mit "Hygienekonzept".

 

Nächste Veranstaltung:

Freitag, 29. Oktober 2021 - 19 Uhr, Treffpunkt: Clubraum 1, Bürgerzentrum Karben
Dr. Hans Hansen (Vortrag): "Die Biologische Evolution" - von der Urzelle bis zur Entwicklung des Menschen


Was wir für 2021 noch für Sie vorgesehen haben, sehen Sie hier

 

Im Rahmen von NABU am Freitag hielt Prof. Dr. Roland Prinzinger folgenden Vortrag:
Thema: Die Sonnenuhr der Vögel - die gefiederten Sänger begrüßen den Tag zu unterschiedlichen Zeiten
Dieser Vortrag wurde aufgezeichnet. Diesen und weitere Vorträge des NABU Wetterau können Sie sich hier anschauen (eine Anmeldung mit E-Mail - Adresse ist dafür erforderlich).
Weitere Online Veranstaltungen des NABU Wetterau finden Sie hier


Sensationelle Beobachtung:

Europäische Sumpfschildkröten in der Nidda bei Karben

Die Europäische Sumpfschildkröte Emys orbicularis ist die einzige heimische Schildkrötenart und zählt heute zu den seltensten Tierarten unserer Heimat. Früher gab es sie häufig, heute jedoch akut vom Aussterben bedroht.
1999 wurden von der „AG Sumpfschildkröte“  neben anderen Gebieten auch in der Nidda bei Karben Sumpfschildkröten ausgewildert, aber es gab nachfolgend nur wenige Sichtungen. 2018 wurde an einem Graben in Karben, der der Nidda zufließt, erstmals ein ausgewachsenes Tier beobachtet. 2021 fand das NABU-Mitglied  Gerhard Bauer in einem Altarm der Nidda eine kleine Population von 5 Tieren und konnte sie fotografieren. Es ist davon auszugehen, dass dort noch mehr Exemplare leben. Dieses Vorkommen außerhalb eines Schutzgebietes ist eine kleine Sensation. Naturschützer wollen alles Nötige dafür unternehmen, dass dieses Vorkommen entsprechend geschützt wird.


Von Rotliegendem und Basaltströmen

Exkursion zur geologischen Geschichte rund um  Karben

25 Personen, Mitglieder der NABU Ortsgruppe Karben und Gäste unternahmen am Samstag, dem 10.07.2021 bei gutem Wetter eine geologische Exkursion in die Umgebung von Burg-Gräfenrode. Unter der Führung des Geologen Prof. Dr. Peter Prinz-Grimm wurde das Interesse vor allem auf die Landschaftsgeschichte gelenkt, aber auch auf die tertiären Kalk- und Sandsteine des direkten Untergrundes.

Das Tertiär, das dritte Erdzeitalter als Teil der Erdneuzeit, begann vor etwa 65 Millionen Jahren und endete vor etwa 2,5 Millionen Jahren.
Die Wanderung um Burg-Gräfenrode begann am südlichen Teil des Sportplatzes des Stadtteils. Nach  Überqueren der Landstraße von Groß Karben führte der Weg zunächst in südöstlicher Richtung über die Sandkaute und dann in östlicher Richtung zur Kaicher Höhe hinauf. Von hier aus hat man einen herrlichen Rundblick über die südliche Wetterau vom Taunus bis in den Vogelsberg und im Süden bis zum Spessart und dem Odenwald.
Unterwegs machte Prof. Prinz-Grimm gelegentlich Halt und erklärte anhand der geologischen Karte (Maßstab 1:25.000, Blatt Rodheim) die Gegend. Die Landschaft zwischen den umliegenden Gebirgen ist relativ flach, durchsetzt mit einigen Hügelketten. Der Untergrund jedoch ist außerordentlich vielgestaltig. Die Wetterau gehört geologisch zu der Fortsetzung des Oberrheingrabens, einer ‚Schwächezone‘ der Erdkruste, die seit dem Tertiär einsinkt und von den Randgebirgen durch Schutt und Geröll wieder aufgefüllt wird. Unter den tertiären Sedimenten liegen ältere Sedimente aus dem Rotliegenden, einer Formation des Erdaltertums, die aber hier nicht zu Tage treten. Sie sind in Steinbrüchen (Bad Vilbel, Naumburg) aufgeschlossen und werden in Bohrungen angetroffen. Der Name Rotliegend kommt aus dem Bergbau. Aus erzführenden Schichten, dem Mansfelder Kupferschiefer, wurden Buntmetalle erschmolzen. Die unterlagernden roten Sandsteine und Konglomerate sind weitgehend erzfrei. Sie wurden von den Bergleuten das „rote, tote Liegende“ genannt. Die Stränge des Rotliegenden haben zusammen mit tiefreichenden Gesteinsverwerfungen eine große Bedeutung für die Bäderkultur in der Wetterau. Sie ziehen sich von Bad Nauheim über Rosbach, Karben, Bad Vilbel und Bad Homburg hin, alles wichtige Sprudelquellen und zum Teil Kurbäder in der Region.
Ab der Erdneuzeit gehören auch einige Basaltströme und Basaltgerölle aus dem Vogelsberg zu den Ablagerungen in der Wetterau. Im Quartär – während der Eiszeiten – decken schließlich dicke Löss-Schichten die Oberfläche ab. Diese sind für die hohe Fruchtbarkeit der Äcker in der Wetterau verantwortlich.
Das in der Oberfläche flache Hügelland in der Wetterau ist in der Vergangenheit in tieferen Schichten immer wieder durch geologische Kräfte umgestaltet worden. Durch Erdbrüche, Absenkungen, Ablagerungen, Überformungen, Erosion und Wasserläufe bildeten sich unter anderem Schichtstufen und Flussterrassen, die heute noch an der Oberfläche zu erkennen sind.
Der Rückweg führte uns zunächst in Richtung des Rauwalds, in dessen Umgebung rostbraune Sandsteine die jüngeren Sedimente des Tertiärs in der Gemarkung bilden. Erst nach deren Ablagerung begann die vulkanische Aktivität des Vogelsberges vor etwa 17 Millionen Jahren. Mit Blick Richtung Ilbenstadt erkennt man die Reste eines Basaltstromes, der sich einst quer durch die Wetterau bis zum Main ergoss.
Zurück in Burg-Gräfenrode ist die Natursteinmauer um den Friedhof sehenswert. Sie ist sowohl aus Sandsteinen des Rotliegenden bei der Naumburg, als auch aus fossilreichen tertiären Kalksteinen errichtet, die einst östlich von Burg-Gräfenrode gebrochen wurden.
Der letzte Haltepunkt westlich Burg-Gräfenrode liegt auf einer Verebnungsfläche, die von der Ur-Nidda in der vorletzten Eiszeit als Schotterfläche hinterlassen wurde. Diese Fläche mit ihren Fluss-Kieseln kann man auf einer Höhe von 127 m NHN von Ilbenstadt bis Rendel erkennen.


NABU Karben hat eine neue E-Mail Adresse -

 

ab sofort erreichen Sie den NABU Karben direkt unter:

 

karben@nabu-wetterau.de


"Notfallnummern Naturschutz"

NABU Hotline
NABU Hotline Fledermaus
Staatliche Vogelschutzwarte Hessen
Wetteraukreis, Landratsamt / Untere Naturschutzbehörde
Giftinformationszentrum Mainz

030-284984-6000
030-284984-5000
069-420105-0
06031-83-0
06131-19240



Steingärten:

Stellungnahme des NABU Karben zur Gartengestaltung in Karben

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