Veranstaltungen, Vorträge, Exkursionen und Aktionen - Die nächsten Termine:

Jeden zweiten Mittwoch im Monat Ist NABU-Treff (außer Dezember)!

Nächster Termin:  11. August 2021.

Treffpunkt: Vereinshaus Karben (NABU Karben / Foto Club Karben), Christinenstr. 17. Bitte per E-Mail anmelden.

 

Auch 2021 führt die Corona-Pandemie zu Einschränkungen im Programm, wir bemühen uns möglichst viele Veranstaltungen durchzuführen - wann immer möglich draußen. In jedem Fall immer mit "Hygienekonzept".

 

Donnerstag, 26. August 2021 - 20:00 Uhr, Treffpunkt: Schreinerei Maier, Untergasse 32, Karben-Okarben
Frank Uwe Pfuhl(Exkursion): Auf den Spuren der Fledermäuse   
Das Leben der Fledermäuse, ihre Quartiere und ihr Schutz, Beobachtungen mit Bat-Detektor an der Nidda-Brücke, Okarben

 

Was wir für 2021 noch für Sie vorgesehen haben, sehen Sie hier

 

Im Rahmen von NABU am Freitag hielt Prof. Dr. Roland Prinzinger folgenden Vortrag:
Thema: Die Sonnenuhr der Vögel - die gefiederten Sänger begrüßen den Tag zu unterschiedlichen Zeiten
Dieser Vortrag wurde aufgezeichnet. Diesen und weitere Vorträge des NABU Wetterau können Sie sich hier anschauen (eine Anmeldung mit E-Mail - Adresse ist dafür erforderlich).
Weitere Online Veranstaltungen des NABU Wetterau finden Sie hier


NABU Karben hat eine neue E-Mail Adresse -

 

ab sofort erreichen Sie den NABU Karben direkt unter:

 

karben@nabu-wetterau.de


Der NABU Karben nimmt Stellung zu Steingärten,

Prof. Dr. Roland Prinzinger:

Steingärten müssen nicht sein

Der Stein- oder Schottergarten ist für Vögel und Insekten schlicht Horror (Foto: NABU Krefeld)
Vermeintlich pflegeleicht, Horror für Vögel und Insekten - der Stein- oder Schottergarten (Foto: NABU Krefeld)

Schottergärten sind ein aktuelles Thema – auch bei den politischen Parteien, die sich zurzeit zur Gemeindewahl stellen.
Sind Ihnen beim Spazierengehen schon mal die immer noch zunehmenden Schotterlandschaften in den Vorgärten aufgefallen? Der Trend, lebendige Grünflächen in sterile Schotter- oder Betonflächen und in Metallzäune mit Steinen gefüllte Gabionenwände umzuwandeln, ist trotz vielfacher Kritik bei vielen nicht gebrochen. Mit farbenfrohen, echten, d.h. pflanzenreichen Steingärten haben solche Gärten des Grauens aber absolut nichts zu tun. Hier darf höchstens mal ein Alibi­-Pflänzchen aus den toten Steinschüttungen ragen. Zur Auflockerung dienst höchsten ein zurechtgestutztes Formgehölz. Zur Not tut es auch eine Steinskulptur. Ob solche ökologischen Wüsten schön sind, ist eine Frage des Geschmacks. Friedhöfe zeigen sich meist lebendiger. Die Schotterbeete seien nun mal besonders pflegeleicht, heißt es oft zur entschuldigenden Begründung. Aber ist das wirklich so?
Wenn eine solche Schotterfläche angelegt wird, soll ein Unkrautvlies jeglichen Aufwuchs unterdrücken. Es lässt sich aber auf Dauer nicht verhindern, dass über Laub und Samenflug organisches Material eingetragen wird. So entsteht mit der Zeit ein Nährboden für Wildkräuter, Moose und Flechten. Die Natur will sich die Fläche zurückerobern!
Die vermeintliche Pflegeleichtigkeit ist somit nur von kurzer Dauer. Will man das ursprünglich pflanzenfreie Bild erhalten, muss man also ständig jäten oder sogar mit Herbiziden arbeiten, was dann nicht selten geschieht. Das hat aber in Wohngebieten nichts zu suchen. Nicht umsonst werden aktuell in zunehmendem Maße flache Hochhausdächer (auch in Frankfurt) grün bepflanzt. Eine natürliche Pflanzung ist nicht nur schön, sondern spendet auch Verdunstungskühle sowie Schatten im Sommer und bindet Feinstaub. Ganz zu schweigen vom ökologischen Nutzen für zahlreiche Bodenlebewesen und Bienen, Schmetterlinge oder Vögel, die auf das blühende Grün angewiesen sind! Und sehen bepflanzte Vorgärten nicht einfach auch viel schöner aus? Zum Glück finden wir in Karben davon noch eine große Zahl. Schauen Sie sich um und vergleichen Sie. Und scheuen Sie sich nicht, beide Gartenformen mit Kritik und Lob zu belegen! Beides hilft.
In vielen Kommunen deutschlandweit haben die Verwaltungen folgerichtig schon längst entsprechende Vorgaben in ihren Bebauungsplänen festgeschrieben. Das ist also rechtlich möglich! Das betrifft auch die Berücksichtigung der versiegelten Flächen bei der Abwasserabgabe, die auch für Altbauten eingeführt werden kann. Hoffen wir, dass die Einsicht der Politiker in diese Problematik endlich auch in entsprechenden Verordnungen ihren Niederschlag findet. Die Auslobung eines Preises für ökologisch wertvolle Gärten ist ein begrüßenswerter Anfang und belohnt Gartenbesitzer, die etwas für die Natur und die Ästhetik der Städte beitragen.
Nicht zuletzt ist es nicht nachvollziehbar, dass mit großem Aufwand überall Blühstreifen angelegt werden und gleichzeitig in der Stadt Grünflächen zu Steinwüsten verkommen. Irgendwo und irgendwann endet auch das „Gestaltungsrecht“ der Grundstückseigentümer.


Frühling bei den Fledermäusen

Alle unseren heimischen Fledermäuse halten von etwa Anfang November bis Ende März Winterschlaf. Das müssen sie auch, da ihre Nahrung, nämlich Insekten, dann Mangelware ist. In dieser Zeit halten sich die Fledermäuse in ihren Winterquartieren auf, in Höhlen, Stollen, kühlen Kellern - teilweise bis 500 km entfernt, in Einzelfällen sogar über 1.000 km.
Die aktive Jahreszeit der Fledermäuse beginnt im April und mit den höheren Temperaturen können sie auch in Karben wieder beobachtet werden. In der wärmeren Jahreszeit werden die Weibchen im Sommerquartier trächtig. Jetzt gibt es ja auch wieder ausreichend Insekten, die die Nahrungsgrundlage der Fledermäuse bilden.
Für die Geburt und Aufzucht der Jungen schließen sich die weiblichen Tiere zu Wochenstubengesellschaften zusammen. Die Jungen werden nach einer Tragzeit von etwa 50 Tagen geboren und wiegen dann nur etwa 2 Gramm. Sie werden von der Mutter gesäugt bis sie nach etwas 5 Wochen in der Lage sind, eigenständig Insekten zu jagen.  
Fledermäuse könnten sehr alt werden, denn sie haben kaum natürliche Feinde. Leider gehören sie aber zu jenen Lebewesen, die am meisten unter intensiver Land- und Forstwirtschaft sowie der Vernichtung natürlicher Lebensräume durch den Menschen leiden. Viele ihrer traditionellen Quartiere wurden zerstört und Nahrungsquellen reduziert. Auch der Einsatz von Pestiziden, sowohl in der Landwirtschaft, aber auch in der Forstwirtschaft und im Privathaushalt macht den Tieren zu schaffen.
Der NABU-Karben bietet Holzbausätze für sogenannte Spaltenquartiere an, die mit ein wenig Geschick leicht zusammengeschraubt werden können. Diese Bausätze kosten nur 9,- EUR und können an geschützten Stellen z.B. an Hausfassaden angebracht werden. Diese Kästen oder aber auch kostenlose Bauanleitungen für verschiedene Unterschlupfe können unter 0177 5996313 angefordert werden.
Gartenbesitzer können außerdem mit kleinen Maßnahmen ein zusätzliches Nahrungsangebot für die beliebten Tiere schaffen. Ein möglichst vielgestaltiger Garten mit artenreicher Wiese statt Einheitsrasen/Schottersteinen und heimischen Sträuchern und Stauden ist optimal. Wo nachtblühende, nektarreiche Blütenpflanzen stehen, werden durch den Duft Nachtfalter, die Lieblingsspeise vieler Fledermäuse, angelockt. Weitere Einzelheiten dazu finden sich auf der Webseite des NABU (www.nabu.de). Dort finden Sie auch Ratschläge für den Umgang mit verirrten oder hilflosen Fledermäusen.
Und noch etwas: es gibt keine Belege dafür, dass die in Deutschland heimischen Fledermäuse Träger jenes Corona-Stammes sind, dem auch das Coronavirus SARS-CoV-2 entstammt. Einheimische Fledermäuse sind nicht mit SARS-CoV-2 infiziert und können einen Menschen somit nicht mit Covid-19 anstecken.
Am 26. August 2021 ab 20 Uhr findet wieder der beliebte Fledermausabend in der Schreinerei Maier in Okarben statt: es gibt einen interessanten Kurzvortrag über die Tiere, anschließend geht es mit dem Bat-Detektor auf die Suche nach den interessanten Säugetieren.


Neues aus der Tierwelt:

Der Bergmolch ist unterwegs

Bergmolch aus der Familie der Schwanzlurche (Foto: Prinzinger)
Der Bergmolch (Foto: Prinzinger)

Dass Kraniche schon im Februar wieder gen Norden in ihre Brutgebiete ziehen, ist auffällig. Sie sind am Himmel in großen Trupps unterwegs und sind recht ruffreudig dabei. Eher unbemerkt am Boden herrscht vergleichbare  Aktivität: Warmes und feuchtes Wetter ist für viele Amphibien ideal um aus der Winterstarre aufzuwachen und in Richtung Laichgewässer zu wandern. Schon vor Tagen konnte man Bergmolche bei der Wanderschaft beobachten. Diese Schwanzlurche schlängeln sich nachts langsam und leise (!) am Boden entlang und sind deshalb in Gegensatz zu hüpfenden Kröten kaum auffällig, trotz ihrer prachtvoll orangen Unterseite, die von oben nicht zu sehen ist.  So früh im Jahr waren sie bisher selten unterwegs. Ein später Wintereinbruch wird die Aktivitäten jedoch unterbrechen.

Neues aus der Tierwelt:

Der Frühling naht! 

 

Heckenbraunelle beim Singen (Foto: W. Einsiedler)
Singende Heckenbraunelle (Foto: W. Einsiedler)

Die Eiseskälte ist zumindest vorübergehend gebrochen und die Tage werden länger. Zeit für die Vögel also mit dem Revier-Gesang zu beginnen. Die Heckenbraunelle ist schon dabei, einige Minuten lang ihr Lied zu singen. Roland Prinzinger hat sie das erste Mal in diesem Jahr beobachten und hören können. Der Vogel überwintert bei uns und ist daher manchmal auch an Futterhäusern zu sehen.
Der Gesang der Heckenbraunelle steht zum Download bereit:

Download
Die singende Heckenbraunelle
Hier steht der Gesang der Heckenbraunelle zum Download bereit.
Heckenbraunelle_Gesang.WAV
Wave Audio Datei 3.2 MB


"Notfallnummern Naturschutz"

NABU Hotline
NABU Hotline Fledermaus
Staatliche Vogelschutzwarte Hessen
Wetteraukreis, Landratsamt / Untere Naturschutzbehörde
Giftinformationszentrum Mainz

030-284984-6000
030-284984-5000
069-420105-0
06031-83-0
06131-19240



Glyphosat:

Einsatz in Karben einschränken

Die Position des NABU Karben lesen Sie hier

Weiterbau der B3:

NABU wiederholt die Forderung nach einer gemeinsamen Trassenführung für Bahn und B3

Weitere Informationen hier