Die Tierwelt in Karben

Die Tierwelt in Karben ist vielfältig und schützenswert. Hier finden Sie Informationen zu den Tieren in, um und von Karben:

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Neuigkeiten aus der Tierwelt:

Der Vogel des Jahres brütet in Karben bei Burggräfenrode

Stare sind sehr aufmerksame Tiere, vor allem am Nest. Wenn sie merken, daß sie nicht alleine sind, kommen sie nicht zum Füttern. Seien Sie bitte vorsichtig, wenn Sie Nester von Staren sehen, halten Sie ausreichend Abstand. (Fotos: G. Bauer)

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Bildergalerie: Der Eisvogel am Nidda-Knie (fotografiert von Gerhard Bauer)

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Erste Rotmilane wieder aus dem Winterquartier zurück

Rotmilan: Zugvogel mit markantem Schweif
Foto Prinzinger: In der Luft gut an seinem markanten, gabelförmigen Schwanz zu erkennen - der Rotmilan

Ein Greifvogel, der in der kalten Jahreszeit in den Süden zieht, ist der Rotmilan. Die letzten Tage wurden die ersten wieder im Wetteraukreis beobachtet. Rotmilane (lat. Milvus milvus) gibt es nur in Europa. Insgesamt existieren nur etwa 19.000 bis 25.000 Brutpaare und rund 12.000 brüten in Deutschland. In Hessen gibt es rund 1.200 Paare, die hauptsächlich im Vogelsberg, der Rhön, im Knüll, im Westerwald, in Waldeck-Frankenberg sowie in Hersfeld-Rotenburg leben. Auch im Karbener Wald brütet der Rotmilan.
Die Bestände des Rotmilans bei uns sind seit den 90er Jahren um etwa ein Drittel zurückgegangen. Deutschland und Hessen hat eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieser Greifvogelart.

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Gut am Gesang zu erkennen: der Zilpzalp
Nach dem Winter wieder zurück in Karben; Der Zilpzalp verdankt seinen Namen seinem markanten Gesang

Zugvögel singen den Frühling ein
Seit einigen Tagen macht sich zum ersten Mal in diesem Jahr ein charakteristischer Frühlingssänger bemerkbar, dessen Lied jeder sofort erkennen und lernen kann: Der Zilpzalp. Er singt nämlich, wie er heißt und das sehr ausgiebig und überall - auch in unseren Gärten. Seit ca. einer Woche ist der Laubsänger er aus seinem Winterquartier aus Nordafrika und Südeuropa wieder zurück. Ebenso die Singdrossel, die mit ihrem schönen Gesang sich noch etwas zurückhält. 2014 waren beide Arten etwa 1 Woche früher dran. Star, Amsel, Rotkehlchen, Zaunkönig und andere Vogelarten sind ja im Winter hiergeblieben und singen daher schon seit längerer Zeit. Der Zilpzalp ist übrigens – wenn man so will – ein Lieblingsvogel der Filmemacher. Wollen sie eine Szene im Hintergrund mit Vogelgesang belegen, ist das einfache Lied des Zilpzalps ein beliebtes Accessoire; und das selbst bei Szenen zur Winterszeit, wenn der Vogel hier bei uns gar nicht vorkommt. Der kleine Laubsänger gehört zu den häufigsten Vögeln bei uns. Er ist unscheinbar grau-grün gefärbt und  in der  Regel nur schwer zu entdecken, wenn er im Astwerk von Bäumen und Büschen nach Futter sucht. Über seine Stimme wird man aber sofort auf ihn aufmerksam.

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Der Frühling kommt:

 

In einem Karbener Garten nahm eine Amsel den Schnabel ziemlich voll - der Nestbau für die Brutsaison 2015 steht an (Foto: Prinzinger)

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Rotmilan, Schwarzmilan und Mäusebussard
Die drei typischen Segelflieger unter unseren Greifvögeln. Von rechts unten im Uhrzeigersinn: Rotmilan, Schwarzmilan, Mäusebussard (Foto: R. Prinzinger)

Milde Witterung: Später Durchzug von Schwarzmilanen über Karben

Am Donnerstag, den 16.10., konnte über Karben ein Trupp von mindestens 22 gemeinsam ziehenden Schwarzmilanen beobachtet werden. Das ist relativ spät: Die Hauptzugzeit beginnt normalerweise schon Mitte August und ist in der Regel im September abgeschlossen. Bei milder Witterung, so wie sie die vergangenen Wochen herrschte, kann der Zug aber bis in den Oktober und sogar bis Anfang November beobachtet werden. Der Schwarzmilan (schwach gegabelter Schwanz) ist im Gegensatz zum Rotmilan (tief gegabelter Schwanz) ein ausgesprochener Zugvogel und als Thermiksegler meist tagsüber und in kleinen, lockeren Gruppen unterwegs, so dass er leicht beobachtet werden kann. Über 20 Milane gleichzeitig sind allerdings selten und dies deutet darauf hin, dass sie sich auf dem Zug an einen gemeinsamen Zwischenstopp getroffen haben (sog. Zugstau) und dann zusammen weiterzogen. Der Schwarzmilan überwintert südlich der Sahara bis hinunter zur Kapprovinz (Zugdistanz bis 8.000 km).

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Eine Nutria verunsichert ein paar Karbener Bürger

 

Innerhalb der letzten Woche erhielt der NABU Karben drei Anrufe von besorgten Karbenern: „Eine große Ratte mit einem langen, runden Schwanz sitzt vor der Haustür unseres Nachbarn. Was passiert, wenn dieses Tier ins Haus gelangt! Muss man das was tun?“ So oder ähnlich lauteten die Anrufe aus Klein Karben und Burggräfenrode. Der NABU konnte die Bürger beruhigen, weil es sich offensichtlich um eine Nutria handelt, die als Pflanzenfresser ungefährlich ist. Erstaunlich ist allerdings, dass die Nutria soweit von einem Gewässer in die Gärten und zu den Häusern geht und kaum menschenscheu ist. Es handelt sich vermutlich um dasselbe Tier. Die Nutria wird auch als Biberratte bezeichnet. Sie ist kleiner als ein Biber. Sie hat allerdings einen runden langen Schwanz, während der Biber einen breiten, flachen Schwanz hat. Ein anderes Kennzeichen sind die großen, aber orangefarbenen Nagezähne. Ursprünglich stammt die Nutria aus Südamerika, wo sie in den subtropischen und gemäßigten Klimazonen an Flüssen, Seen, Teichen und Sümpfen lebt. Inzwischen kommt sie an vielen Gewässern in den meisten Bundesländern vor.